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Zwei Döner für eine Autobahnvignette

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13.10.2026

Zwei Döner für eine Autobahnvignette

Autobahngebühren wären ein probates Mittel zur Finanzierung von Unterhalt, Instandstellung und Ausbau des Autobahnnetzes. Seit mehr als 30 Jahren kostet die Autobahnvignette 40 Franken. Der Preis ist lächerlich tief.

Die 2025er-Autobahnvignette.

Die Autobahnvignette wurde in der Schweiz im Jahre 1985 erstmals verlangt; sie kostete damals 30 Franken. Seit 1995 beträgt ihr Preis unverändert 40 Franken. Dieser Preis ist lächerlich tief und es ist rational überhaupt nicht zu begründen, weshalb er nicht endlich erhöht wird. 150 Franken pro Jahr wären angemessen – ein Mindestbetrag.

In Deutschland sind Bemühungen um die Einführung von Autobahngebühren gescheitert. Die «Süddeutsche Zeitung» hat im August 2026 dem Leser vorgerechnet, was dem deutschen Autofahrer – der in seinem Land rein gar nichts entrichten muss – das Reisen kostet. Etwa die Strecke Stuttgart – Marseille – Stuttgart (mit der viel zu billigen Vignette in der Schweiz): 122.30 Euro.

Oder: Von Basel über Genf nach Saint-Remy-de-Provence hin und zurück 97.00 Euro – grad dieser Tage von der Schreibenden in Frankreich wieder entrichtet.

Allein der Sanierungsbedarf der Nationalstrassen ist gegenwärtig und in den kommenden Jahrzehnten gewaltig. Viele Schweizer Autobahnen stammen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. Für die kommenden Jahre ist eine deutliche Kostensteigerung beim reinen Sanierungs- und Unterhaltsbedarf absehbar. Neue und höhere Standards sowie der enorme Verschleiss der Infrastruktur durch das Verkehrsaufkommen sind weitere kostenerzeugende........

© Aargauer Zeitung