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Veterinärmedizin: Wenn der Traumjob zum Albtraum wird

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05.05.2026

Tierärzt:innen haben eine der höchsten Suizidraten, bedingt durch emotionale Belastung, wirtschaftlichen Druck und schwierige Arbeitsbedingungen.

Viele Veterinärmediziner:innen leiden unter Burnout, Mitgefühlsmüdigkeit und Suchtproblemen; etwa ein Drittel gilt als suizidgefährdet.

Tierschutzprobleme, mangelnde Kontrollmöglichkeiten und wirtschaftliche Abhängigkeiten erschweren die Arbeit und führen zu Frustration im Beruf.

Suizidrate bei Tierärzt:innen doppelt bis dreimal so hoch wie im Durchschnitt

Rund ein Drittel der Veterinärmediziner:innen gilt als suizidgefährdet

Über 80 % der Studierenden an der Vetmeduni sind weiblich

Jährlich stirbt im Schnitt ein:e Veterinärmediziner:in in Österreich durch Suizid

Tierärzt:innen haben eine der höchsten Suizidraten, bedingt durch emotionale Belastung, wirtschaftlichen Druck und schwierige Arbeitsbedingungen.

Viele Veterinärmediziner:innen leiden unter Burnout, Mitgefühlsmüdigkeit und Suchtproblemen; etwa ein Drittel gilt als suizidgefährdet.

Tierschutzprobleme, mangelnde Kontrollmöglichkeiten und wirtschaftliche Abhängigkeiten erschweren die Arbeit und führen zu Frustration im Beruf.

Suizidrate bei Tierärzt:innen doppelt bis dreimal so hoch wie im Durchschnitt

Rund ein Drittel der Veterinärmediziner:innen gilt als suizidgefährdet

Über 80 % der Studierenden an der Vetmeduni sind weiblich

Jährlich stirbt im Schnitt ein:e Veterinärmediziner:in in Österreich durch Suizid

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Triggerwarnung: Dieser Artikel behandelt Suizid und emotionale Belastungen im Zusammenhang mit Tierleid. Der Inhalt kann belastend oder retraumatisierend wirken. Bitte lies nur weiter, wenn du dich emotional sicher fühlst. Eine Liste mit Unterstützungseinrichtungen findest du am Ende des Textes.

„Auf einmal war unser Tierarzt tot“, sagt WZ-Redakteurin Petra Tempfer. „Es hieß, er habe sich suizidiert, wahrscheinlich mit einem der Mittel, mit denen er sonst Tiere eingeschläfert hat. Dabei war er sehr beliebt und galt als Koryphäe.“ Der Suizid des Veterinärmediziners passt zur Statistik. Unter allen Berufsgruppen haben Tierärzt:innen eine der höchsten Suizidraten, wobei Tierärzte sich doppelt so häufig das Leben nehmen wie die männliche Gesamtbevölkerung; bei Tierärztinnen ist die Suizidrate sogar dreimal so hoch wie unter allen Frauen. Dabei werden 80 Prozent aller Suizide in Österreich von Männern begangen. Hochgerechnet stirbt im Durchschnitt jedes Jahr ein:e Veterinärmediziner:in in Österreich durch Suizid.

Die Amtstierärztin Viola (Name geändert) wundert die hohe Suizidrate nicht. „Ich kenne einige Kolleg:innen, die sich umgebracht haben oder es zumindest versucht haben.“ Es ist eine Vielzahl an Faktoren, die hier zusammenspielen.

Emotionale Belastung, familienunfreundlicher Job

„Tierärzt:innen bewegen sich täglich in einem Spannungsfeld zwischen hohen gesellschaftlichen Ansprüchen, rechtlichen Vorgaben und herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft, gepaart mit enormem Bürokratieaufwand“, sagt dazu Tierärztekammer-Präsident Kurt Frühwirth auf Anfrage der WZ.

Viola liefert dazu Beispiele aus der Praxis: Da ist zum einen die emotionale Belastung,........

© Wiener Zeitung