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Österreichs Volksschulen: Besser in Mathe, schwach im Lesen

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12.03.2026

84 Prozent der Volksschulkinder erreichen die Mathematik-Standards, aber nur 59 Prozent schaffen dies im Lesen.

In Mathematik gab es seit 2010 deutliche Verbesserungen, während die Leseleistungen stagnieren.

Soziale Herkunft und Schulstandort beeinflussen die Leistungen stark, besonders beim Lesen gibt es große Unterschiede.

84 % der Viertklässler:innen erreichen die Mathe-Standards, 59 % im Lesen

42 % verlassen die Volksschule ohne ausreichende Lesekompetenz

Anteil der Kinder mit anderer Alltagssprache stieg von 23 % (2009/10) auf 32 % (2022/23)

In Wien erreichen nur 48 % die Lese-Standards, österreichweit sind es 59 %

84 Prozent der Volksschulkinder erreichen die Mathematik-Standards, aber nur 59 Prozent schaffen dies im Lesen.

In Mathematik gab es seit 2010 deutliche Verbesserungen, während die Leseleistungen stagnieren.

Soziale Herkunft und Schulstandort beeinflussen die Leistungen stark, besonders beim Lesen gibt es große Unterschiede.

84 % der Viertklässler:innen erreichen die Mathe-Standards, 59 % im Lesen

42 % verlassen die Volksschule ohne ausreichende Lesekompetenz

Anteil der Kinder mit anderer Alltagssprache stieg von 23 % (2009/10) auf 32 % (2022/23)

In Wien erreichen nur 48 % die Lese-Standards, österreichweit sind es 59 %

Ich mag es, wenn mir Daten unterkommen, die meine Vorurteile über unsere österreichische Realität herausfordern – oder mich, anders gesagt, überraschen. Diese Woche ist genau das passiert: Am Dienstag hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) den ersten Bundesergebnisbericht der individuellen Kompetenzmessung Plus („IKM Plus“) präsentiert.

Für dich interessant: Back to School – jetzt schon?

Klingt sperrig, aber bear with me. Erstmals seit Einführung der neuen Kompetenzmessungen liegen flächendeckende Daten darüber vor, was Österreichs Volksschüler:innen in Deutsch und Mathematik am Ende der vierten Klasse können – aggregiert über drei Schuljahre und rund 244.000 Kinder; und: vergleichbar mit früheren, ähnlich standardisierten Untersuchungen, die seit 2010 stattgefunden haben.

Ich hätte ja gewettet, dass – früher war alles besser, das ist ja wohl klar – die Volksschüler:innen von heute weit schlechter abschneiden als jene von 2010. Erstens der generellen Entropietendenz der Welt wegen, zweitens weil sich die demographische Zusammensetzung in Österreich seither durch massive Zuwanderung verändert hat und Nichtuttersprachler:innen es eben generell schwer haben, sich anzupassen, nicht zuletzt auch im Bildungssystem.

Nun: Ich hätte mich getäuscht. Tatsächlich haben Kinder in Österreich heute weniger Defizite als vor 15 Jahren, besonders in Mathematik haben sie aufgeholt.

Aber fangen wir mit dem Gesamtbild an. In Mathematik erreichen oder übertreffen 84 Prozent der Viertklassler:innen die Bildungsstandards – den Ziellevel, den........

© Wiener Zeitung