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Über das Leben in einem nicht mehr so fremden Land

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23.02.2026

Viele Ukrainer:innen in Österreich erleben Integration als langwierigen Prozess, geprägt von Heimweh und dem Wunsch nach Sicherheit.

Sprachbarrieren und berufliche Herausforderungen erschweren die Eingliederung, trotz vorhandener Qualifikationen und Unterstützung.

Die Verbindung zur Ukraine bleibt stark, doch für viele überwiegt das Bedürfnis nach Stabilität und einer neuen Perspektive in Österreich.

Krieg in der Ukraine dauert seit vier Jahren an, kein Frieden in Sicht

Viele Ukrainer:innen leben seit 2022 in Österreich

Integration und Jobsuche oft schwierig trotz Deutschkenntnissen

Unterstützung durch Caritas, Familien und lokale Netzwerke

Viele Ukrainer:innen in Österreich erleben Integration als langwierigen Prozess, geprägt von Heimweh und dem Wunsch nach Sicherheit.

Sprachbarrieren und berufliche Herausforderungen erschweren die Eingliederung, trotz vorhandener Qualifikationen und Unterstützung.

Die Verbindung zur Ukraine bleibt stark, doch für viele überwiegt das Bedürfnis nach Stabilität und einer neuen Perspektive in Österreich.

Krieg in der Ukraine dauert seit vier Jahren an, kein Frieden in Sicht

Viele Ukrainer:innen leben seit 2022 in Österreich

Integration und Jobsuche oft schwierig trotz Deutschkenntnissen

Unterstützung durch Caritas, Familien und lokale Netzwerke

Der Krieg in der Ukraine geht ins fünfte Jahr und zermürbt zunehmend die ukrainische Bevölkerung. Auch in der medialen Berichterstattung verliert der Krieg an Präsenz. Gleichzeitig wächst in der österreichischen Politik die Erwartung, bestehende Gesetze an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Menschen, die seit vier Jahren Unterstützung erhalten, sollen weitgehend auf eigenen Füßen stehen.

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Aber wie fühlen sich die Menschen aus der Ukraine, die hier leben? Sind sie inzwischen angekommen? Und was wiegt stärker: Das Heimweh oder das Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität? Ukrainer:innen in Österreich erzählen ihre Geschichten – vom unternehmerischen Erfolg bis zum täglichen Bangen um die Existenz.

„Ich bin im Dezember 2024, kurz vor Weihnachten, nach Österreich gekommen. Die Entscheidung war impulsiv, aber sie war aus heutiger Sicht die beste meines Lebens. Einen Monat vor dem Umzug war ich beruflich in Wien – am Maria-Theresien-Platz wusste ich plötzlich, dass ich hier leben möchte.

Vorher lebte ich in Kyjiw. Die Zeit seit Kriegsbeginn war geprägt von Angst, Nächten in Tiefgaragen und Schutzräumen – besonders schwer waren die Momente, in denen ich meine schläfrige Tochter morgens nach einer Nacht im Schutzraum für die Schule fertig machen musste, während die Stadt noch im Rauch stand. Gleichzeitig ging es trotz Krieg auch beruflich weiter: Ich habe meine Marketing-Agentur weiterentwickelt, Bildungsprogramme zu KI und Finanzkompetenz umgesetzt und mit meinem Buch ‚Divorced from Myself‘ begonnen.

Heute fühle ich mich in Wien am richtigen Platz. Die Stadt gibt mir Sicherheit, Lebensqualität und Perspektiven für meine Tochter, die inzwischen fließend Deutsch spricht. Die Integration ist ein Prozess, aber ich sehe ihn als Chance.

Meine Freunde und Familie sind weiterhin in der Ukraine, wir stehen in engem Kontakt. Ein Teil meines Herzens bleibt dort. Ich glaube aber, dass mein Erfolg und meine Integration hier auch meinem Land helfen – indem ich neue Partnerschaften aufbaue und ein positives Bild der Ukrainer:innen vermittle. Heimweh ist da, doch mein Wunsch, in Wien neu durchzustarten und Verantwortung für die Zukunft meiner Tochter zu übernehmen, ist stärker.“

„Ich lebe seit vier Jahren in Wien. Mit Beginn des Krieges bin ich mit meiner Familie aus Odessa nach Österreich geflohen. Ohne Deutschkenntnisse war der Start schwierig. Die Caritas bot uns eine Wohnung an, die aber für mich und meine Geschwister, mit........

© Wiener Zeitung