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Denkst Du noch, oder hasst Du schon?

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23.03.2026

Die aggressive Rhetorik von der US-Regierung fördert Angst, Unsicherheit und die Legitimation sicherheitspolitischer Ausnahmezustände.

Junge Menschen lehnen kriegerische Politik und aggressive Kommunikation zunehmend ab.

Die Demokratisierung der Öffentlichkeit durch soziale Medien führt zu emotionalisierender Sprache, Fragmentierung und einer neuen kommunikativen Unübersichtlichkeit.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth prahlte 5 Tage nach Kriegsbeginn mit Zerstörung.

Viele Menschen unter 30 lehnen Kriegspolitik ab und wenden sich von Trump ab.

Aggressionsrhetorik fördert Normalisierung sicherheitspolitischer Ausnahmezustände.

Die aggressive Rhetorik von der US-Regierung fördert Angst, Unsicherheit und die Legitimation sicherheitspolitischer Ausnahmezustände.

Junge Menschen lehnen kriegerische Politik und aggressive Kommunikation zunehmend ab.

Die Demokratisierung der Öffentlichkeit durch soziale Medien führt zu emotionalisierender Sprache, Fragmentierung und einer neuen kommunikativen Unübersichtlichkeit.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth prahlte 5 Tage nach Kriegsbeginn mit Zerstörung.

Viele Menschen unter 30 lehnen Kriegspolitik ab und wenden sich von Trump ab.

Aggressionsrhetorik fördert Normalisierung sicherheitspolitischer Ausnahmezustände.

Schon fünf Tage nach Kriegsbeginn im Mittleren Osten prahlte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth über US-Medienkanäle mit „der schieren Zerstörung“, die die amerikanischen und israelischen Streitkräfte ihren „radikalislamistischen iranischen Gegnern“ zugefügt hätten. „Sie sind am Ende und sie wissen es“, sagte Hegseth. Wenig später setzte er noch eins drauf: „Und wir haben gerade erst angefangen, sie zu jagen. Wir schlagen auf sie ein, wenn sie am Boden liegen, und genau so sollte es auch sein.“

Kennst du schon?: Heiliger Krieg à la Pete Hegseth

Die sprachlichen Bilder erinnern an 4000 Jahre alte ägyptische Reliefs, in Stein gemeißelte, oft bemalte Bilder, in denen der überdimensional dargestellte Pharao mit einer riesigen Keule seine Gegner erschlägt - es hat sich seither wenig geändert. Im Zentrum von Präsident Donald Trumps Krieg gegen den Iran steht eine aggressive Kommunikationsstrategie des Weißen Hauses nach altem Vorbild. Zu dieser gehört auch eine Flut von Social-Media-Clips über die Militäroperationen, die die Schlagkraft der USA demonstrieren sollen.

Auswirkungen auf die Gen Z

Die Aggressionsrhetorik erzeugt Angst und Unsicherheit. „Politische Kommunikation, die stark auf Bedrohungsnarrative und Feindbilder setzt, verstärkt die Wahrnehmung eines permanenten Konflikts. Dadurch wird die politische Identität stärker entlang von Loyalität und Gegnerschaft organisiert“, sagt Astrid Seville, Politikwissenschafterin an der Leuphana Universität in Lüneburg, im Gespräch mit der WZ am Rande des diesjährigen Balls der Wissenschaften in Wien: „Solche Rhetorik fördert eine Normalisierung sicherheitspolitischer Ausnahmezustände. Wenn Konflikt und militärische Stärke als zentrale politische Kategorien erscheinen, können Maßnahmen wie erhöhte Militärausgaben, außenpolitische Konfrontation oder Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten leichter legitimiert werden.“

Zahlreiche Menschen unter 30 kehren dieser Form der Politik den Rücken zu. In der Washington Post räumen junge Trump-Wähler:innen ein, ihre Entscheidung an der Wahlurne bereits zu bereuen. „Die Generation Z will wirklich keinen Krieg. Junge Wähler wenden sich von Trump ab. Drohungen gegen den Iran, Venezuela und Grönland sind dabei nicht gerade hilfreich“, berichtet dazu auch der US-Kanal Vox unter dem Titel ,,Gen Z really doesn’t want to........

© Wiener Zeitung