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Amerikas traurigster Geburtstag: Wie Trump den 4. Juli kapert

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29.06.2026

Am Samstag wird Amerika 250 Jahre alt. Und Donald Trump hat beschlossen, der Republik zu diesem Anlass das Unpassendste überhaupt zu schenken: sich selbst.

Auf Washingtons „National Mall“, dem Freiluftempfangssaal der Nation zwischen Lincoln Memorial und Obelisk, will der Präsident eine „große Rede“ halten. Direkt vor dem größten, längsten und teuersten Feuerwerk aller Zeiten. Die Pyro-Show wird, wenn nicht Gewitterstürme alles verhageln, ein Highlight. Vor der Rede darf man schon jetzt in Deckung gehen.

Der 4. Juli in Amerika, das ist das säkulare Hochamt der Nation. Keine Krone, keine Dynastie; nur ein Blatt Papier, die Unabhängigkeitserklärung, 56 Unterschriften und ein Satz über Gleichheit, den das Land seither regelmäßig verrät und doch immer wieder neu einzulösen versucht.

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Dieser Feiertag lebt konstitutionell von der Einsicht, dass Macht nur geliehen ist. Dass dieses Land größer ist als jeder Einzelne. Größer auch als der mit temporärem Aufenthaltsrecht ausgestattete Mann im Weißen Haus.

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