Warum viele Männer mit Ostern nicht viel anfangen können
Anders als Weihnachten ist Ostern als Fest, ließ uns eine Umfrage wissen, den meisten Menschen so ziemlich egal. Ein schönes langes Wochenende halt. Man kann das schon an der Gewichtung der öffentlichen Debatten erkennen. Spätestens wenn der Advent naht, beginnen Gewerkschaften und Wirtschaft über verkaufsoffene Sonntage und Umsatzzahlen zu debattieren. Und was hört man jetzt? Genau, Klagen wegen überteuerter Schokoladenhasen.
Wobei sich in der Befragung Männer als die größeren Oster-Ignoranten outen, Frauen können dem Fest immer noch etwas mehr Tiefe abgewinnen. Überraschend ist das nicht, es liegt an den Leitfiguren. Ein scheues Wesen, dessen Kernkompetenz im Bemalen hartgekochter Eier liegt, das beim kleinsten Anzeichen von Gefahr ängstlich davonläuft, und sich von rohen Möhren ernährt. Das passt in kein männliches Selbstbild. Außerdem kann ein Mann, dem analytischen und logischen Denken verpflichtet, einem angeblich Eier-legenden Hasen nur mit Skepsis begegnen.
Eine Führungspersönlichkeit mit Autorität
So ein Weihnachtsmann aber ist etwas Seriöses. Eine Führungspersönlichkeit, die ungefragt an fremde Türen hämmern kann, unangefochtene Autorität genießt, obwohl sie unrasiert und im Bademantel auftaucht, stets willkommen ist und immer Recht hat. Der Weihnachtsmann ist, wie jeder Mann sein will.
Eine Affinität, Dinge zu verstecken
Frauen ist der Osterhase schon allein deshalb näher, weil er anders als der Weihnachtsmann vier freie Tage am Stück garantiert. Außerdem teilt sie bekanntlich mit dem Osterhasen eine besondere Affinität. Das Ladekabel, die Autoschlüssel, die Zeitung von gestern, das Lieblingshemd…. Sobald ein Mann etwas vermisst, ist klar, dass die Frau daran schuld ist. Sie nennt es „Aufräumen“, aber jeder Mann weiß, sie versteckt Dinge mit Absicht, damit er sie suchen muss.
