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José Afonsos letzte Jahre: Portugiesische Tradition, Weltmusik und kritische Gedanken

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11.04.2026

Es ist das letzte künstlerische Aufbäumen vor dem Schicksal. Ende Januar 1983 spielt José Afonso ein umjubeltes Konzert im Coliseu dos Recreios von Lissabon – ein Triumph, am Abend des Auftritts, als auch kurze Zeit später als Live-Album. Ein Dokument der Macht des gesungenen Worts und einer Lebensleistung.

Um Weihnachten desselben Jahres veröffentlicht der Volkssänger, der mit Spitznamen Zeca gerufen wird, „Como se Fora seu Filho“, sein vorletztes Studioalbum. Und sein Letztes, auf dem er alle Stücke selbst singt und konzipiert. Seinen Schwanengesang in Albumformat, der zwei Jahre später erscheint, kann Afonso aus eigener Kraft nicht mehr vollenden, mehrere Gastsänger bringen die letzten Lieder des an ALS erkrankten Musikers ins Ziel. Am 23. Februar 1987 erliegt Afonso der Nervenkrankheit mit 57 Jahren.

Trost und Versöhnung trotz Krankheit – Musik als Kraftquelle

Doch auf „Como se Fora seu Filho“ ist er........

© TLZ