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Ein Zeichen für Deutschlands Aufbruch

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04.05.2026

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Ein Zeichen für Deutschlands Aufbruch

04. Mai 2026 | Vera König

Wie gelingt der wirtschaftliche Neustart? Darüber debattierten Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien drei Tage lang beim Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee

Der Tegernsee liegt ruhig an diesem Morgen. Die Berge setzen sich klar vom blauen Himmel ab, das Wasser ist glatt, fast unbewegt. Die Sonne steht schon hoch und taucht die Szenerie in helles, freundliches Licht. Postkartenidylle pur. Ein Ort, der eher für Rückzug steht als für Umbruch. Und doch geht es hier in diesen Tagen um nichts Geringeres als die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Drinnen beim Ludwig-Erhard-Gipfel, nur wenige Meter vom Ufer entfernt, wird nicht über Landschaft gesprochen, sondern über Lage. Über Wettbewerbsfähigkeit, Reformstau, geopolitischen Druck. Über ein Land, das viel kann – und gerade deshalb spürt, wie viel auf dem Spiel steht. Der Pessimismus, der vielerorts zu spüren ist, wird am Tegernsee bewusst gebrochen. Immer wieder blitzt Zuversicht auf. Nicht als naiver Optimismus, sondern als Arbeitsauftrag. 

Der Ludwig-Erhard-Gipfel (LEG) setzte in diesem Jahr ein Zeichen für Deutschlands Aufbruch. Das Motto lautete: „Zurück an die Weltspitze: Wie gelingt Deutschland der wirtschaftliche Aufschwung?“ Zum Diskurs über diese Frage versammelte die Wirtschafts- und Politikkonferenz von 28. bis 30. April 2026 die Entscheider der Republik und darüber hinaus auf Gut Kaltenbrunn in Gmund am Tegernsee. Sie diskutierten die brennendsten Themen unserer Zeit und suchten nach Lösungen für Deutschland. Der erste Gipfeltag, den die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. als Co-Veranstalter mit der gastgebenden WEIMER MEDIA GROUP ausrichtete, befasste sich mit dem Thema „Zukunft aus eigener Stärke: Soziale Marktwirtschaft für neue Zeiten“, ehe der „Future & Finance Day“ sowie der „Innovation & Science Day“ folgten. Es kamen mehr als 100 Redner und über 1000 Teilnehmer. 

Der Gipfel als zum Kongress gewordener Weckruf

„Dieser Gipfel sollte der zum Kongress gewordene Weckruf für den Sonnenaufgang sein“, sagte Christiane Goetz-Weimer, Verlegerin der WEIMER MEDIA GROUP. In ihrer Rede zeichnete sie das Bild einer Welt im Umbruch: Kriege, neue Machtzentren, brüchige Allianzen und wirtschaftliche Unsicherheit setzen Europa und Deutschland unter Druck. Zugleich verband Goetz-Weimer die Krisendiagnose mit einem Appell zu Resilienz, Reformbereitschaft und unternehmerischem Mut. Deutschland müsse seine Standortschwächen – von hohen Energiepreisen über Bürokratie bis zu sinkender Wettbewerbsfähigkeit – entschlossen angehen.  

Hoffnung sah die Gipfel-Veranstalterin in der........

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