US-Gerichte zu Social-Media-Plattformen: Nicht der Inhalt ist das Problem
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US-Gerichte zu Social-Media-Plattformen: Nicht der Inhalt ist das Problem
31. März 2026 | Reinhard Schlieker
Zwei Urteile in den USA könnten die Macht der Tech-Konzerne grundlegend verändern. Das Design sozialer Medien steht plötzlich im Zentrum juristischer Kritik – mit weitreichenden Folgen für die Branche
VON REINHARD SCHLIEKER
Zwei Urteile aus den USA markieren eine mögliche Zeitenwende im Umgang mit sozialen Medien. In Los Angeles und New Mexico wurden Meta (Facebook, Instagram) und Google (YouTube) verurteilt – nicht wegen einzelner Inhalte auf ihren Plattformen, sondern wegen der Art und Weise, wie diese Plattformen gebaut sind. Das ist neu. Und es könnte folgenreich sein.
Im Fall von Los Angeles sprach eine Jury einer heute 20-jährigen Frau sechs Millionen Dollar Schadenersatz zu. Sie hatte seit früher Kindheit exzessiv YouTube und Instagram genutzt und leidet heute an Depressionen und Angststörungen. Parallel dazu wurde Meta im Bundesstaat New Mexico zu 375 Millionen Dollar verurteilt, weil der Konzern Jugendliche gefährdet habe.
Die Summen selbst sind für Konzerne dieser Größenordnung verkraftbar. Entscheidend ist etwas anderes: die juristische Logik hinter den Urteilen.
Der Bruch mit der bisherigen Logik
Bislang drehte sich die Kritik an sozialen Medien fast ausschließlich um Inhalte: Hassrede,........
