Trumps 18 Billionen Dollar-Märchen
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Trumps 18 Billionen Dollar-Märchen
20. Februar 2026 | Rainer Zitelmann | Lesezeit: 4 Min.
Trump begründet seine Zollpolitik damit, er würde auf diese Weise Investitionen in die USA zurückholen. Stimmt das? Eine Analyse zeigt, wie aus Importzusagen und Routineinvestitionen ein ökonomisches Wunder konstruiert wird.
Trumps Versprechen, man könne die Arbeitsplätze durch hohe Zölle wieder in die USA zurückholen, wird nur in Ausnahmefällen funktionieren, die Trump dann natürlich reichlich ausschlachten wird.
Die Produktion in den USA ist einfach zu teuer. Motorola musste dies feststellen, als es 2013 eine Smartphone-Fabrik in Texas eröffnete, die bereits nach zwölf Monaten wieder geschlossen werden musste. Analysten schätzen, dass Apple drei Jahre und 30 Milliarden Dollar benötigen würde, um nur zehn Prozent seiner Lieferkette von Asien in die USA zu verlagern. Tatsächlich reagierte Apple auf Trumps Zollerhöhungen für China sofort damit, dass Teile der Produktion verlagert wurden – aber nicht in die USA, sondern nach Indien, was nur zu neuen Zolldrohungen von Trump führte.
In einem Artikel im Wall Street Journal am 30. Januar 2026 („My tariffs have brought America back“) behauptete Trump: „Ich habe das Instrument der Zölle erfolgreich eingesetzt, um gewaltige Investitionen in Amerika zu sichern, wie sie kein anderes Land jemals zuvor gesehen hat. … In weniger als einem Jahr haben wir Zusagen für Investitionen von mehr als 18 Billionen Dollar erhalten – eine Zahl, die für viele kaum vorstellbar ist.“
Schon die Zahl von 9,6 Billionen war frei erfunden
Diese Behauptung ist genau so abwegig wie jene, er habe in acht........
