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GLS kündigt Konten: Grüne Bank setzt rote Organisationen auf schwarze Liste

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26.01.2026

26. Januar 2026 | Oliver Stock

Bisher war es die AfD, der manche Bank die Kontobeziehung kündigte. Jetzt schmeißt ausgerechnet die Ökobank aus Bochum linke Organisationen aus ihre Kundendatei

VON OLIVER STOCK

Wie viel politische Haltung kann sich eine Bank leisten, wenn der Druck auf das globale Finanzsystem steigt? Ausgerechnet die Bochumer GLS Bank, Deutschlands bekannteste sozial-ökologische Genossenschaftsbank mit rund 400.000 Kunden, kündigt linken Organisationen ihre Konten. Die Betroffenen rieben sich erst die Augen und gehen inzwischen auf die Barrikaden. Das böse Wort vom „Debanking“ fällt, das nach Rausschmiss und Ausschluss aus der Gesellschaft der Kreditwürdigen klingt. Die Bank dagegen macht so etwas wie regulatorischer Notwehr geltend, was sich danach anhört, als könne sie gar nicht anders. Die dahinterstehende Frage ist explosiv und weist weit über Bochum hinaus.

Bekannt wurden die Fälle kurz vor Weihnachten, wo sie im Jahresendtrubel aber wenig Aufmerksamkeit erhielten – was der GLS nicht ganz ungelegen gekommen sein dürfte. Die Rote Hilfe e.V., die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und Anarchist Black Cross Dresden berichten übereinstimmend, dass ihnen die GLS ihre Konten gekündigt habe – teils fristlos, teils mit Verweis auf allgemeine Geschäftsbedingungen, ohne konkrete........

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