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Deutsche Wirtschaft blickt nach Davos: "Was macht Trump als nächstes?"

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21.01.2026

21. Januar 2026 | Ansgar Graw

Harte Zahlen widerlegen die Hoffnungen des US-Präsidenten auf mehr ausländische Investitionen und weniger Inflation in seinem Land. Aber auch deutsche Unternehmer leiden unter der Entwicklung

VON ANSGAR GRAW

Noch wisse man ja gar nicht, ob es wirklich zu den neuen Zöllen komme, heißt es bei einem deutschen Mittelständler, der intensive Geschäftskontakte mit den USA hat: „Darum warten wir jetzt erst mal ab, was in den nächsten Tagen passiert“, für Panik gebe es keinen Anlass. Und überhaupt, analysiert ein Manager in einem anderen Unternehmen, der nicht zitiert werden möchte: „Letztlich schießt sich Trump selbst ins Knie, seine Zölle verteuern die Produkte vor allem für die Amerikaner.“

Noch nicht spruchreif, schauen wir erst einmal, gerade bei Trump gebe es kein letztes Wort, morgen könne er bereits das Gegenteil verkünden – oder man schweigt die Gesprächsanfrage komplett aus: Erkennbar angespannt blicken deutsche Firmenvertreter im US-Handel nach Davos, wo am heutigen Mittwoch Donald Trump erwartet wird. Der Präsident, der „Zölle“ als sein Lieblingswort bezeichnet, hat unmittelbar vor Beginn des Weltwirtschaftsforums eine Strafabgabe für die europäischen Unterstützer grönländischer Selbstbestimmung angekündigt. Zusätzliche 10 Prozent ab 1. Februar und dann noch einmal weitere 25 Prozent ab 1. Juni sollen auf Einfuhren aus der EU erhoben werden, falls die strategisch wichtige und rohstoffreiche Insel bis dahin immer noch nicht unter US-Kontrolle stehen sollte.

Und dann? Bei Krones, ein führender Produzent........

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