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Torboox Archiv: 38.114 E-Books auf einen Schlag!

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26.02.2026

Torboox Archiv: 38.114 E-Books auf einen Schlag!

Torboox Archiv: Die Betreiber vom Blog ibooks.to haben das riesige E-Book Archiv erneut bei einem Filehoster öffentlich verfügbar gemacht.

Beim TorBoox Archiv handelt es sich um 42,8 Gigabyte an deutschsprachigen E-Books, die alle im offenen EPUB-Format vorliegen. Das heißt, die Dateien sind ungeschützt. Man kann sie problemlos nach ihrer Übertragung auf dem heimischen PC, als auch mit dem Smartphone oder E-Book Reader lesen. Nach eigener Auskunft ist dieses Archiv nun vollständig.

Die Liste aller verfügbaren Werke kann man hier bei einem Pastebin-Klon einsehen. Wer hingegen ibooks.to besuchen will, muss zuvor den DNS ändern oder ein VPN* aktivieren. Die CUII hat schon im Herbst letzten Jahres die Sperrung dieses Blogs beantragt.

Was steckt drin im TorBoox Archiv?

TorBoox war bis vor ca. 13 Jahren ein Online-Projekt, was allerdings nur im deutschsprachigen Raum eine größere Rolle gespielt hat. Zwar war die Webseite ähnlich wie Jotunbane’s Reading Club ebenfalls nur im Tor-Netzwerk erreichbar. Doch die E-Books hat man dort nur anfangs verschenkt. Später musste man eine Paysafe Karte für 10 Euro kaufen, um drei Monate lang so viele E-Books herunterladen zu können, wie man wollte. Manche Beobachter sahen das gar als digitale „Erpressung“ an. Auch die Verlage waren wenig begeistert über diese Form der digitalen Flatrate.

Wie dem auch sei. Die drei Betreiber der Schattenbibliothek haben sich im Herbst 2013 offenkundig verstritten und taten kurz vor Weihnachten so, als hätte sie jemand gehackt. Das ist aber sehr unwahrscheinlich, zumal niemand die Hacker-Gruppierung kennt, die diese Tat angeblich verübt haben soll. In der Öffentlichkeit trat später nur noch der ehemalige „Sprecher“ von TorBoox, Spiegelbest, auf, der zuvor als User bei deutschsprachigen Webwarez-Foren als Uploader von E-Books aktiv war.

Spiegelbest war es auch, der im Jahr 2014 das damalige Archiv beim P2P-Indexer The Pirate Bay verfügbar gemacht hat. Allerdings muss man bei TPB statt nach TorBoox nach dem „Archiv Ebookspender“ suchen. Diese E-Book-Sammlung wurde im Laufe der Jahre immer wieder neu bei verschiedenen Sharehostern hochgeladen. Doch die Verlage müssen nur ein einziges Teilarchiv beim Sharehoster als Urheberrechtsverletzung melden, damit das Archiv kaputt ist.

Von daher würde sich eine dezentrale Verbreitung sehr viel eher anbieten. Wer das Archiv Ebookspender via BitTorrent herunterladen will, muss zwingend vorher ein VPN* seiner Wahl aktivieren, um keine Abmahnung zu riskieren! Ist nur die Frage, ob nach so vielen Jahren noch immer genügend Tauschpartner für den kompletten Download zur Verfügung stehen. Ohne Seeder ist kein vollständiger Download möglich. Die Nutzer von NitroFlare hingegen sollten sich besser ranhalten, bevor die ersten Teilarchive vom TorBoox Archiv abused worden sind.

Schattenbibliotheken: Viele neue Vertreter, die alten sind alle tot!

Um es kurz zu machen. Es steht schlecht um die alten Schattenbibliotheken. Die Imperial Library of Trantor wurde mutmaßlich vor Jahren von einem Hacker übernommen. Der frühere Admin mit dem Pseudonym Las Zenow reagiert leider schon seit Jahren nicht mehr auf E-Mails. Bis auf die Fehlermeldung ist vom Portal als auch vom hauseigenen Forum nichts mehr zu sehen. Und auch Jotunbane’s Reading Club und TorBoox sind beide endgültig weg vom Fenster.

Die größte Sammlung derartiger Werken ist heutzutage zweifellos Anna’s Archive. Deren Betreiber haben frecherweise vor Kurzem alle Songs von Spotify veröffentlicht.

Um das TorBoox Archiv beim Online-Speicherdienst NitroFlare herunterzuladen, ist ein Premium-Abonnement empfehlenswert, um die eigenen Nerven zu schonen. Beim Free-Download erreicht man sehr schnell das tägliche Transferlimit und muss vor jedem weiteren Download die IP-Adresse wechseln. Doch wer hat schon Lust bei 44 Teilarchiven, ständig den eigenen Router ein- und auszuschalten oder sich dafür immer wieder einen neuen VPN-Server zu suchen?

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Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Er ist der Gründer von Tarnkappe.info. Früher brachte Ghandy, wie er sich in der Szene nennt, an verschiedenen Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei, wie das Internet funktioniert. In seiner Freizeit geht er am liebsten mit seinem Hund spazieren.

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