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Streaming-Pirat vor Gericht: Staatsanwaltschaft fordert 5 Jahre Freiheitsentzug

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13.08.2026

Streaming-Pirat vor Gericht: Staatsanwaltschaft fordert 5 Jahre Freiheitsentzug

Vor dem LG Saarbrücken muss sich ein Streaming-Pirat namens Mohamad AI K. verantworten. Die Ermittlungen gegen die Nutzer laufen noch.

Staatsanwaltschaft kann 6.076 Fälle nachweisen

Kunden des Streaming-Piraten müssen bangen

Kundendaten an Behörden in NRW und Rheinland-Pfalz verschickt

Streaming-Pirat muss mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen

Die Anklage nimmt an, der mutmaßliche Streaming-Pirat im Alter von 39 Jahren habe mit seinen illegalen Cardsharing- und IPTV-Zugängen Umsätze in der Gesamthöhe von 300.000 Euro gemacht. Wie die BILD-Zeitung berichtet, begann gestern der Prozess gegen ihn vor dem Landgericht Saarbrücken.

Der Libanese, der mit seiner Frau im saarländischen Homburg lebt, befindet sich momentan in Untersuchungshaft. Er soll über neun Jahre hinweg über eine Website plus über eBay die illegalen Pay-TV-Zugänge zum Kauf angeboten haben. Viele Interessenten waren Fußball-Fans, die sich für einen günstigen Zugang zum Bezahlsender „Sky Deutschland“ interessiert haben.

Staatsanwaltschaft kann 6.076 Fälle nachweisen

Der Angeklagte soll sich Zugriff auf verschlüsselte TV-Signale verschafft haben, um diese über seinen eigenen Dienst an Dritte zu verkaufen. Oftmals bezahlten die Kunden ihre Gebühren auf monatlicher Basis. Diese waren natürlich sehr viel niedriger, als die Preise von DAZN, Sky & Co. Wahrscheinlich hat auch Sky die Strafanzeige gegen den Dienst gestellt und so die offiziellen Ermittlungen in Gang gebracht. Die Staatsanwaltschaft kann dem Angeklagten bislang den Verkauf von 6.076 illegalen Pay-TV-Zugängen nachweisen. Die Anklage lautet auf Beihilfe zum Ausspähen von Daten in Kombination mit mehreren anderen Urheberrechts-Verstößen. Mohamad AI K. soll insgesamt Gewinne in Höhe von 300.000 Euro erwirtschaftet haben, die man einziehen will. Es gehe darum möglichen Nachahmern zu demonstrieren, dass sich Verbrechen schlichtweg nicht lohnt. Dies gab ein Gerichtssprecher auf Anfrage der Kollegen bekannt.

Am gestrigen Mittwoch legte man die Anklage im Umfang von 150 Seiten vor. Zwei Staatsanwälte waren über fünf Stunden damit beschäftigt, vor Gericht alle möglichen Details des illegalen Geschäftsbetriebs vorzustellen. Sie sind damit noch nicht fertig geworden.

Kunden des Streaming-Piraten müssen........

© Tarnkappe