ExpressVPN: FIFA gerät wegen WM-Sponsor unter Beschuss
ExpressVPN: FIFA gerät wegen WM-Sponsor unter Beschuss
FIFA gerät wegen wegen des WM-Sponsors ExpressVPN massiv in die Kritik. La Liga spricht von einem fatalen Signal.
La Liga sieht FIFA auf dem falschen Kurs
Auch Frankreich erhöht den Druck
VPNs als Feindbild der Rechteindustrie
FIFA verteidigt die Partnerschaft mit ExpressVPN
ExpressVPN weist Vorwürfe zurück
Kollateralschäden sorgen für heftige Kritik
VPN-Sponsor der FIFA spaltet die Community
Ein VPN-Anbieter sorgt während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für Schlagzeilen. Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft am 11. Juni machte die FIFA den letzten Sponsorenvertrag für das Turnier öffentlich und stellte ExpressVPN als neuen Partner vor. Die VPN-Marke, die mit verschlüsselten Verbindungen und mehr Privatsphäre im Netz wirbt, ist seitdem auf den Werbeflächen in den Stadien präsent. Dabei stößt die Partnerschaft zwischen FIFA und ExpressVPN bei Rechteinhabern auf heftigen Widerstand. La Liga und französische Broadcaster werfen dem Weltverband vor, dass die Partnerschaft mit ExpressVPN ein falsches Signal im Kampf gegen illegale Sport-Streams sende und die Glaubwürdigkeit der Anti-Piraterie-Bemühungen gefährden könnte.
Während Millionen Fußballfans die Weltmeisterschaft verfolgen, tobt hinter den Kulissen ein Schlagabtausch völlig anderer Art. Nicht wegen eines umstrittenen Elfmeters oder einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung, sondern wegen eines Sponsors. Die FIFA hat den VPN-Anbieter ExpressVPN als offiziellen Partner für die WM 2026 gewonnen und damit eine Debatte entfacht. Die spanische La Liga sowie mehrere französische Rechteinhaber sehen in dieser Kooperation einen Affront. Ihrer Ansicht nach legitimiert der Weltfußballverband ein Unternehmen, dessen Dienste u.a. zur Umgehung von Geoblocking oder von Sperren gegen illegale Streaming-Angebote genutzt werden. Die FIFA weist die Vorwürfe hingegen entschieden zurück.
La Liga sieht FIFA auf dem falschen Kurs
La-Liga-Präsident Javier Tebas führt bereits seit Jahren einen kompromisslosen Kampf gegen illegale Fußballübertragungen. Kaum eine Profiliga investiert weltweit so viel Geld und Personal in die Bekämpfung von Streaming-Piraterie wie die spanische Liga. Entsprechend scharf fällt auch die aktuelle Reaktion auf die Zusammenarbeit zwischen der FIFA und dem VPN-Dienst aus. In einem Schreiben an FIFA-Präsident Gianni Infantino, das L’Équipe vorliegt, bezeichnet Tebas die Partnerschaft als „offenkundig unvereinbar mit den Grundsätzen zum Schutz der audiovisuellen Rechte im Fußball“.
Noch deutlicher wird seine Kritik beim Blick auf die Signalwirkung des Sponsorings. Nach Ansicht von La Liga sende die Zusammenarbeit eine „verheerende Botschaft an das gesamte Fußball-Ökosystem“, da ein Unternehmen aufgewertet werde, dessen Infrastruktur aus Sicht der Rechteinhaber den Zugriff auf urheberrechtsverletzende Livestreams erleichtern könne.
Auch Frankreich erhöht den Druck
Unterstützung erhält Tebas mit seiner Kritik durch die spanische Liga von LFP Media sowie der Association for the Protection of Sports Programmes (APPS). Zu deren Mitgliedern gehören unter anderem beIN Sports France und Canal , die ebenso seit Jahren gegen illegale IPTV-Angebote und nicht........
