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Cloudflare Strafe: Konzern wehrt sich gegen Italiens Piracy Shield

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17.03.2026

Cloudflare Strafe: Konzern wehrt sich gegen Italiens Piracy Shield

Cloudflare wehrt sich gegen Italiens Millionenstrafe wegen Piracy Shield: Der Streit um DNS-Sperren, Netzfreiheit und EU-Recht.

Cloudflare Strafe: Ein Konflikt mit Tragweite

Piracy Shield: Netzsperren im Schnellverfahren

DNS-Sperren mit Kollateralschäden

Streit um EU-Recht und Digital Services Act

Machtkampf um die Kontrolle der Infrastruktur

Cloudflare geht in die Offensive

Cloudflare Strafe: Mehr als ein Bußgeld

Die von Cloudflare zu zahlende Strafe sorgte bereits im Januar europaweit für Aufsehen. Mehr als 14 Millionen Euro verlangt die Regulierungsbehörde AGCOM, weil der US-Konzern sich weigert, Teil des umstrittenen Systems „Piracy Shield“ zu werden. Cloudflare geht nun in die Offensive. Das Unternehmen rückt den Fall in den Mittelpunkt der Grundsatzdebatte über Netzsperren, Zensur und die Zukunft der Internet-Infrastruktur in Europa.

Cloudflare Strafe: Ein Konflikt mit Tragweite

Die verhängte Strafe gegen Cloudflare könnte einen Wendepunkt im Umgang europäischer Staaten mit globaler Internet-Infrastruktur markieren. Am 8. März 2026 legte das Unternehmen offiziell Berufung gegen die Millionenstrafe ein, die AGCOM Ende Dezember 2025 beschlossen und Anfang Januar 2026 offiziell verkündet hatte.

Cloudflare wird vorgeworfen, sich geweigert zu haben, das italienische Anti-Piraterie-System ‚Piracy Shield‘ umzusetzen. Konkret geht es um DNS-Sperren und IP-Blocking, die innerhalb von 30 Minuten greifen müssen. Für Cloudflare ist eben das der Knackpunkt. Das Unternehmen stuft das Verfahren als technisch riskant ein, da es durch sogenanntes Overblocking auch unbeteiligte Websites treffen und die Infrastruktur beeinträchtigen kann. Gleichzeitig hält das Unternehmen den Ansatz für rechtlich höchst fragwürdig, insbesondere wegen fehlender Transparenz und mangelnder rechtsstaatlicher Verfahren („Due Process“).

Piracy Shield: Netzsperren im Schnellverfahren

Das System ‚Piracy Shield‘ gilt offiziell als Instrument gegen illegale Streaming-Angebote. In der Praxis funktioniert es jedoch als Schnellschuss-Mechanismus. Über die Plattform können Rechteinhaber Domains oder IP-Adressen melden, die anschließend von den betroffenen Internetdienstanbietern innerhalb von 30 Minuten gesperrt werden müssen. Die Anordnungen erfolgen im Rahmen des von der italienischen Regulierungsbehörde AGCOM betriebenen Systems und betreffen unter anderem IP-Adressen sowie vollqualifizierte Domainnamen (FQDNs).

Aus Sicht von Cloudflare delegiert das System damit Entscheidungen über die Erreichbarkeit von Websites faktisch an private Akteure. Laut dem Unternehmen mangelt es dem Verfahren an grundlegenden rechtsstaatlichen Prinzipien. So fehlt es an einer richterlichen Kontrolle, an Transparenz über die verhängten Sperranordnungen sowie an wirksamen Möglichkeiten für Betroffene, Einspruch einzulegen. Zudem ist keine Entschädigung bei Fehlentscheidungen vorgesehen.

DNS-Sperren mit Kollateralschäden

Ein zentraler Kritikpunkt ist die technische Umsetzung. Piracy Shield setzt auf IP basierte Sperren und nutzt damit ein grobes Werkzeug im fein verzweigten Ökosystem des Internets. Das Problem besteht darin, dass auf einer einzigen IP-Adresse tausende legitime Websites liegen können. Wird diese blockiert,........

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