CD-Comeback: Rebellion gegen die Streaming-Diktatur?
CD-Comeback: Rebellion gegen die Streaming-Diktatur?
Die Silberscheibe verzeichnet ein Umsatzplus. Steckt dahinter Nostalgie oder der Wunsch nach echtem Besitz?
CD-Comeback statt Abgesang
USA: CD-Umsatz steigt um fast 60 Prozent
K-Pop, Sammlerleidenschaft und alte Lieblingssongs
Deutschland: Die Toten Hosen und Unheilig treiben den CD-Absatz
CD-Comeback: Gegen den Abo-Trend?
Galt die CD lange Zeit bereits als Auslaufmodell, verzeichnet die Musikindustrie 2026 erstmals seit rund 20 Jahren mit steigenden Umsätzen ein Comeback mit der Silberscheibe. K-Pop, Sammlereditionen und Nostalgie kurbeln den Absatz an. Es stellt sich hier die Frage: Wollen Musikfans für den Zugang zu Songs bezahlen oder stattdessen wieder etwas besitzen, das ihnen auch tatsächlich gehört?
Streaming dominiert den Musikmarkt, aber auch die CD meldet sich zurück. In Deutschland fällt das Plus überschaubar aus, in den USA wächst der Umsatz hingegen wesentlich stärker. Hinter dem Retro-Trend steckt möglicherweise mehr als Nostalgie, nämlich der Wunsch nach echtem Besitz in einer digitalen Welt.
CD-Comeback statt Abgesang
Totgesagte leben bekanntlich länger und die CD ist offenbar noch nicht abgeschrieben. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die mit CDs erzielten Industrieeinnahmen in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozent. Das geht aus dem Halbjahresreport des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) hervor. Demnach verzeichnete die Branche erstmals seit 2005 ein Umsatzplus beim Tonträger.
Ein Grund zum Jubeln ist das allerdings noch nicht. Streaming stand zur Jahresmitte für 84,4 Prozent der Brancheneinnahmen. Der gesamte physische Musikmarkt, zu dem CDs und Vinyl-Schallplatten gehören, wuchs um 5,3 Prozent. Vinyl legte sogar um 9,8 Prozent zu. Die CD bleibt damit ein vergleichsweise kleiner Teil des Musikgeschäfts. Dennoch ist das Plus bemerkenswert, nachdem die Einnahmen mit dem Format jahrelang stetig zurückgegangen waren.
USA: CD-Umsatz steigt um fast 60 Prozent
Weitaus deutlicher hingegen fällt die Entwicklung in den Vereinigten Staaten aus. Laut dem Halbjahresbericht 2026 der Recording Industry Association of America (RIAA) stiegen die CD-Umsätze gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 58,6 Prozent auf rund 171,1 Millionen US-Dollar. Auch die verkaufte Menge legte kräftig zu. Die RIAA verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 17,5 Millionen verkaufte CDs. Dies entspricht einem Plus von 45,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch eine separate Auswertung des US-Marktforschungsunternehmens........
