Boeing 737 gehackt: Mini-Gerät manipuliert Autopiloten
Boeing 737 gehackt: Mini-Gerät manipuliert Autopiloten
Boeing 737 gehackt: Forscher zeigen, wie ein winziges Hardware-Implantat interne Avionik-Daten manipulieren könnte.
Boeing 737 gehackt – ein Stecker wird zur Schwachstelle
Hinter dem Boeing-737-Hack steckt jahrelange Forschungsarbeit
Das „Bus Driver“-Prinzip
Die Schwachstelle steckt in der Hardware
Die Manipulation im Praxistest
Die Forscher haben Boeing bereits 2020 informiert
Kein universeller Hack für jedes Flugzeug
Gegenmaßnahmen sind möglich
Kein Hollywood-Hack – aber ein Weckruf
Ein kaum münzgroßes Gerät kann sich laut Sicherheitsforschern in die Avionik einer Boeing 737 einklinken. Avionik umfasst dabei elektronische Systeme für Steuerung, Navigation und Kommunikation eines Flugzeugs. Beim Szenario „Boeing 737 gehackt“ beginnt der eigentliche Angriff jedoch nicht im Internet, sondern am Flugzeug selbst. Ein Angreifer müsste zunächst das winzige Gerät dort einschleusen. Erst danach kann es sich in die interne Kommunikation der Avionik einklinken.
Sicherheitsforscher haben demonstriert, wie sich eine Boeing 737 unter bestimmten Voraussetzungen über ein physisches Hardware-Implantat angreifen lässt. Der eigentliche Einbau des Geräts soll schon mit etwa 60 Sekunden physischem Zugang am Boden möglich sein. Das Gerät kann im Anschluss die Kommunikation zwischen Bordcomputern manipulieren und dadurch Informationen auf dem Cockpit-Display verändern sowie Daten und Befehle des Flight Management Computers beeinflussen. Von einer beliebigen Fernübernahme eines Passagierflugzeugs kann allerdings keine Rede sein. Der Angriff setzt zunächst physischen Zugang voraus und wurde als Proof of Concept auf einem speziell aufgebauten Teststand mit realen Boeing-737-Komponenten und Flugzeugsoftware durchgeführt.
Boeing 737 gehackt – ein Stecker wird zur Schwachstelle
Der Angriff beginnt zunächst völlig analog. Ein Angreifer müsste zunächst physischen Zugang zum Flugzeug erhalten und ein speziell entwickeltes Gerät an einem Wartungsanschluss im Electronics and Equipment Bay unterhalb der Flugzeugnase anbringen. Dieser Bereich ist vom Boden aus erreichbar. Erst danach kommt die digitale Komponente ins Spiel.
Forscher der University of California San Diego (UCSD) und des Oberlin College haben dafür einen eigenen Teststand aus tatsächlichen Boeing-737-Komponenten und Flugzeugsoftware aufgebaut. Auf diesem System demonstrierten sie, dass sich die Kommunikation zwischen zwei wichtigen Flugcomputern über einen eingeschleusten Hardware-Implantat beeinflussen lässt. Die aktuelle Forschungsarbeit wurde am 13. August 2026 auf dem USENIX Security Symposium vorgestellt.
Es handelt sich also um einen physischen Angriff mit folgender digitaler Manipulation. Der Angreifer muss dafür keine Internetverbindung zum Flugzeug knacken. Er muss zunächst an das Flugzeug selbst herankommen. Das macht den Fall zu einem Cyber-Physical-Security-Problem. Eine Firewall kann einen Angreifer daran hindern, über das Internet in ein System einzudringen. Hingegen hilft sie aber wenig, wenn jemand bereits mit einem präparierten Gerät vor dem entsprechenden Anschluss steht.
Hinter dem Boeing-737-Hack steckt jahrelange Forschungsarbeit
Das spektakuläre „Boeing 737 gehackt“-Szenario ist das Ergebnis einer langjährigen Forschungsarbeit zur Sicherheit komplexer cyber-physischer Systeme. Beteiligt sind Wissenschaftler der University of California San Diego und des Oberlin College.
Erstautor der aktuellen Forschungsarbeit „Design and Implementation of a Physical Implant Attack on the Boeing 737“ ist Sam Crow von der UC San Diego. Zum sechsköpfigen Autorenteam gehören außerdem Stephen Checkoway vom Oberlin College sowie Patrick Mercier, Pat Pannuto, Stefan Savage und Aaron Schulman von der UC San Diego. Die Forschungsgruppe wird von den UCSD-Professoren Aaron Schulman und Stefan Savage geleitet. Beide beschäftigen sich mit der Sicherheit vernetzter und physisch wirksamer Computersysteme.
Die aktuelle Arbeit hat zudem eine Vorgeschichte. Sam Crow beschäftigte sich bereits in seiner Dissertation „Security Testing Tools for Complex Cyber-Physical Systems“ mit Sicherheitsanalysen komplexer cyber-physischer Systeme. Die dort untersuchten Angriffstechniken bilden einen wichtigen Teil des........
