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„Ich würde am liebsten jeden Tag kommen“

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thursday

Mitten im Gespräch stutzen die beiden Frauen. Sie schauen auf, horchen. „Das war die Flugabwehr“, sagt Julija Roschtschukina. Die Sozialarbeiterin ist gerade im Gespräch mit Julija, einer Mutter, die mit ihren beiden Töchtern Polina (13) und Sofija (9) regelmäßig ins Kindersozialzentrum der Caritas Saporischschja kommt. Alle vier wissen sofort, was zu tun ist: Sie lassen die Metalljalousien herunter und suchen Schutz in einem innenliegenden Zimmer. „Wir bringen auch den Kindern dieses Zwei-Wände-Konzept bei“, sagt Roschtschukina später in der Videokonferenz. Heißt: Bei russischen Luftangriffen sucht jeder, der nicht in einen Keller flüchten kann, Schutz in einem Raum mit mindestens zwei stabilen Wänden.

Doch im Caritas-Zentrum geht es nicht darum, die Kinder und Jugendlichen für Gefahren zu sensibilisieren. Vielmehr sollen sie wieder etwas mehr Freude und Leichtigkeit im Leben haben. Sie sollen lernen, besser mit Stress, Sorgen und Ängsten umzugehen. Julija Roschtschukina (50) koordiniert die Arbeit mit den 6- bis 17-Jährigen im Zentrum. Sie berät und schult die Eltern, aber vor allem kümmert sie sich um die Kinder: Sie plant Ausflüge zu Konzerten oder Theaterbesuche und organisiert Bastelprojekte und kreative Workshops. 440 Kinder und Erwachsene profitieren in diesem Jahr davon. Das........

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