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Letztes Geleit für einen Fremden

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13.07.2026

Immer wenn er vom Amt beauftragt wird, einen verstorbenen Menschen zu verabschieden, versucht Franz Frank, 20 Minuten vor Beginn der Trauerfeier da zu sein. Im weißen Talar steht der katholische Pfarrer dann vor der Trauerhalle und wartet, ob nicht doch noch Angehörige oder Freunde kommen. Ihm ein paar Dinge über den Verstorbenen erzählen. Oder ein Foto zeigen. Damit er ein paar persönliche Worte bei der Trauerfeier sagen kann.

Doch auch dieses Mal kommt niemand zur Trauerhalle des Ostfriedhofes München, der den Verstorbenen gekannt hat. Und so steht alles, was Frank über ihn weiß, auf nur einem Blatt Papier. Helmut S.: Geboren am 4. Januar 1942 in Rheinhausen bei Duisburg, gestorben am 26. November 2025 in München. „Der lebte vielleicht in einer betreuten Wohneinrichtung, aber selbst das weiß ich nicht genau“, sagt der Pfarrer.

Aber dann kommt doch noch eine Frau in die Kapelle: Angelika Huber. Sie ist Mitglied der Initiative „Das letzte Geleit“ des Erzbistums München und Freising, die Sozialbestattungen begleitet. Diese werden von der Stadt finanziert, wenn sie nach dem Tod eines Menschen keine Angehörigen ausfindig macht, die eine Beerdigung zahlen könnten. War der Verstorbene Katholik, segnet ihn nicht nur ein Pfarrer aus, sondern einer der Ehrenamtlichen der Initiative kommt zur Trauerfeier.........

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