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Der Journalist Daniel Haas zwischen Absturz und Aufbruch

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22.02.2026

Angefangen zu trinken hat Daniel Haas bereits recht früh. Mit 16 Jahren nahm sich sein Vater das Leben – er raste mit dem Auto gegen einen Baum. Um Gefühle und Schmerz zu betäuben, griff Haas bald zu immer stärkeren Drogen, schließlich Opiaten. Mit 26 war er „ausgemergelt, körperlich ein Wrack“, sagt er. Der neue Partner seiner Mutter, „ein reicher Industrieerbe“, finanzierte ihm die Therapie in einer Fachklinik. Doch Haas wurde rasch entlassen. Sein Arzt hielt ihn für „einen Upper-Class-Zögling“ ohne echte Motivation zur Abstinenz. Über die Klinik fand er eine Suchtselbsthilfegruppe. Unter genesenden Süchtigen fühlt sich der Journalist bis heute „zugehörig und im Kern besser verstanden als irgendwo sonst auf der Welt“. 

Die Treffen der Gruppe beschreibt der 57-jährige Hamburger als spirituelle Denkschule, die einem dabei helfen könne, mit der Vergangenheit aufzuräumen. Am Anfang steht das Bekenntnis, dass man der Sucht gegenüber machtlos ist. Dann folgt eine gründliche Inventur der eigenen Persönlichkeit – ähnlich einer Generalbeichte. Im Zwölf-Schritte-Programm dieser Gruppen kommt häufig das Wort Gott vor. Etwas vereinfacht ausgedrückt,........

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