Wahl in Baden-Württemberg: Wie radikal ist AfD-Mann Frohnmaier?
Säckeweise habe Markus Frohnmaier Kreide gefressen, urteilte unlängst der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann öffentlich über den AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl. Und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel sagte: Der AfD-Mann habe so viel Kreide gefressen, dass in den Steinbrüchen im Land der Kalk knapp werde.
Markus Frohnmaier, 34, AfD-Ministerpräsidentenkandidat, wie ihn die Partei getauft hat, lächelt über solche Äußerungen hinweg. Bestenfalls zieht er spöttisch eine Augenbraue hoch. Wer ihn im Wahlkampf beobachtet, sieht Frohnmaier vor allem lächeln. Wenn er nicht gerade über Kriminalität, Messerstechereien und ausbleibende Abschiebungen redet. Aber auch dabei wahrt Frohnmaier haarscharf die Grenze. Er weiß genau, was ihm Konflikte mit den Strafverfolgungsbehörden einbringen.
AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier wird in diesem von der Partei mit großem Budget aufgesetzten Wahlkampf als freundliches Gesicht präsentiert. Es ist der gleiche Frohnmaier, der einst in Tübingen den Landesverband der inzwischen aufgelösten rechtsextremen AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ (JA) mitgründete. Er stand in Verbindung........
