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Rülke fürchtet Spaltung der FDP: „Habe den Eindruck, dass Kubicki bereit ist, das in Kauf zu nehmen“

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Herr Rülke, am Wochenende war Bundesparteitag der FDP, Kampfabstimmung zwischen Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die FDP hat Kubicki gewählt. Richtige Entscheidung?

RÜLKE: Zumindest hat Wolfgang Kubicki meine Stimme bekommen. Ich halte auch seine inhaltliche Positionierung für die FDP als Bundespartei für richtig. Ich hoffe aber, dass es nicht sein Ziel ist, den linken Parteiflügel aus der Partei zu drängen. Ich glaube, man sollte alle Liberalen innerhalb der FDP mitnehmen.

Wie groß ist jetzt die Gefahr einer Spaltung der FDP?

RÜLKE: Ich habe den Eindruck, dass Wolfgang Kubicki bereit ist, eine Spaltung in Kauf zu nehmen. Um dann sozusagen einen Austausch innerhalb der FDP in die Wege zu leiten, so dass Leute, die jetzt im Moment zwischen CDU, FDP und AfD heimatlos sind, bereit sind, zur FDP zu kommen.

Sie hatten einen neuen Namen für die FDP vorgeschlagen. Was wäre damit gewonnen?

RÜLKE: Damit wäre gewonnen, dass man mit dem Vertrauensverlust der FDP abschließt. Die Leute denken, wenn sie FDP hören, an Ampel, an D-Day-Papier, an gescheitertes Jamaika. Und mein Eindruck ist in der Tat, dass der Vertrauensverlust der Marke FDP so weit fortgeschritten ist, dass man über eine Veränderung der Marke nachdenken sollte.

Eine neue Marke mit altem Personal, ist das ein Erfolgsmodell?

RÜLKE: Das ist im Moment eine offene Frage. Also die klassische Antwort auf diese Frage heißt: Nein, normalerweise funktioniert es nicht. Ich stelle aber fest, dass sich bei mir Leute melden, für die die FDP eben noch unwählbar war, nun aber Wolfgang Kubicki zutrauen, sich selbst und die FDP neu zu erfinden. Unter diesen Umständen wären sie dann........

© Südkurier