Den Randen auf Rädern erkunden: Elektrischen Rückenwind bekommt man jetzt auf Schloss Blumenfeld
Der Blumenfelder Ortschaftsrat Domenic Brake bringt die Situation der Radfahrer auf den Punkt, wenn sie aus Richtung Singen an den Rand des Landkreises fahren. „Bis Beuren wäre das Radfahren kein Problem. Aber ab da geht es den Berg nach Blumenfeld hoch.“ Beim Termin mit dem SÜDKURIER schildert er seine eigenen Erfahrungen. Von weiteren Erlebnisse erzählt Thomas Blennemann als ehemaliger Geschäftsführer und heutiger Mitgesellschafter des Unternehmens Zukunftsort Schloss Blumenfeld.
Erste Hilfe wenn der Akku leer ist
E-Bike-Fahrer, die zu Besuch im Schloss Blumenfeld waren, hätten sich im Schlosscafé erkundigt, ob man irgendwo den Akku aufladen könne. Die Zukunftsort-Gestalter in Blumenfeld haben dabei gemerkt, dass man vom Tengener Ortsteil nicht so leicht weg kommt. Und bei der aktuellen Entwicklung der Spritpreise liege es ohnehin nahe, aufs Fahrrad umzusteigen, erläutern die Zukunftsgestalter von Schloss Blumenfeld. Freizeitradler können an der Mobilitätsstation des Schlosses Blumenfeld ab sofort die Akkus ihrer E-Bikes aufladen. Darüber freuen sich neben den Schlossbewohnern auch die Vertreter des Ortschaftsrats.
Über 100 Stunden Eigenleistung im Zukunftsort
Wer beobachtet hat, wie sich das Schloss Blumenfeld in den letzten Jahren entwickelt hat, wundert sich nicht über die neue Initiative. Schnell kam die Idee auf: Eine E-Bike-Station würde gleich mehrere Probleme lösen – und ist ein guter Anreiz, die Gegend zu erkunden. Dann wurde investiert: Zeit, geld und Arbeit.
Die neue Mobilitätsstation ist inzwischen fertig. Thomas Henne, Geschäftsführer der Blumenfelder Zukunftsort-Gesellschaft erläutert das Ergebnis in treffenden Worten : „Die Fahrradstation zeigt den Spirit des Schlosses. Hier wird gemeinsam angepackt, wo es nötig ist.“ Das Ergebnis könne man sehen, anpacken – und jeder könne davon profitieren.
„Und anpacken bedeutet: Alle packen an“, ergänzt Geschäftsführerin Maxi Fritsch. Denn es gibt einige Gruppen rund um das Schloss, das seit Jahrhunderten über dem Tengener Teilort Blumenfeld thront: die Zukunftsort-Gesellschaft, der Bürgerverein sowie Bürger aus dem Dorf und den umliegenden Orten. Ebenso Zukunftsortgestalter, die für ein paar Wochen oder Monate im Schloss leben, sowie ehemalige Pioniere, die die Belebung des Schlosses aus der Ferne unterstützen. „Rund 100 Stunden Eigenleistung sind in die Mobilitätsstation eingeflossen“, so Blennemann. Das Projekt musste nämlich zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig werden, um die zugesagten Fördermittel zu erhalten – also haben die Liebhaber des Schlosses einfach angepackt und es am Ende auch geschafft. Nun lohnt sich ein Besuch im Schloss-Café für Pedelec-Begeisterte gleich doppelt. Bei einer Pause kann nicht nur der persönliche Akku, sondern auch der des Rades aufgeladen werden.
Details zur E-Bike-Station beim Schloss Blumenfeld
Drei Fahrräder können nun gemietet werden. „Für die Einwohner von Blumenfeld und den anderen Tengener Ortsteilen ist die Fahrradstation auch ein Gewinn“, betont Ortsvorsteher Thomas Wezstein. Als Beispiel beschreibt er eine Familie, die mit Fahrrädern ausgestattet ist. Und wenn dann Besuch am Wochenende kommt und man die Idee hat, gemeinsam eine Tour auf zwei Rädern über die Hügellandschaft des Randens zu machen? Dann stehen drei E-Bikes ab sofort beim Schloss bereit. Pro Tag kostet das Ausleihen 21 Euro, ab zwei Tagen 18 Euro, ein halber Tag schlägt mit 14 Euro zu Buche. Reservierung direkt im Schloss an der Mühlenstraße,Telefon 07736/3429900, oder Per E-Mail an workation@schloss-blumenfeld.de (zel)
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