menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Nicht einmal die Elfmeter gehen mehr rein: Was ist aus der deutschen Standard-Stärke geworden?

8 0
yesterday

Es hätte sich wunderbar eingereiht in die Geschichte deutscher Siege bei Weltmeisterschaften. In der Vergangenheit – wenn auch schon in fernerer – war es so gewesen, dass sich die Mannschaft darauf verlassen konnte, in brenzligen Situationen den Ball nach Standardsituationen im Tor unterzubringen. Bei der erfolgreichen WM 1990 schoss das Team vom damaligen Bundestrainer Franz Beckenbauer nach dem Achtelfinale ausschließlich Tore nach Freistößen und Elfmetern. Der WM-Sieg ging als verdient in die Annalen ein. Auf dem Weg zum WM-Titel 2014 bedurfte es eines Kopfballtores von Mats Hummels nach einem Freistoß von Toni Kroos, um im Viertelfinale gegen Frankreich zu gewinnen und 1974 wäre der Erfolg ohne den Elfmetertreffer von Paul Breitner im Finale gegen die Niederlande nur schwer vorstellbar gewesen.

Deutschland gegen Paraguay raus: Warum zählte das Tor von Jonathan Tah nicht?

2026 war es nun Jonathan Tah, der das Team in einem mühseligen Spiel mit einem Kopfballtreffer gerade noch so in die nächste Runde bringen sollte. Der Innenverteidiger hatte sich am langen Pfosten abgesetzt und eine Ecke von Nathaniel Brown wuchtig in die Maschen gesetzt. Das Tor lag nicht in der Luft, es fiel aber eben dort. Die deutschen Fans reagierten mit euphorischer Erleichterung – und wurden........

© Südkurier