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Für die Jugend von Wehr soll ein anderer Treffpunkt her

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thursday

Ratten sollen durch undichte Mauern ins Gebäude gelangen, der Brandschutz sei nicht mehr gewährleistet und die Sanitäranlagen müssten ebenso erneuert werden: Das seien nur einige der notwendigen Sanierungsmaßnahmen, die im Jugendhaus anstehen. Das Haus weist laut Stadt einen erheblichen Sanierungsstau auf und wirke als Freizeitort wenig einladend. Dazu kommt, dass die Jugendlichen sich bevorzugt im Innenstadtbereich von Wehr treffen, meist um die Supermärkte im Hammer und um das Ärztehaus. Warum dann das Jugendhaus in Öflingen teuer sanieren?

Stadt sucht neue Ideen für einen Jugendtreff

Kürzlich hat ein Architekt geschätzt, dass für eine Ertüchtigung des Gebäudes mindestens zwei Millionen Euro in die Hand genommen werden müssten. Diese hohe Geldsumme aber steht im städtischen Haushalt nicht zur Verfügung. Ein Grund, warum die Stadt in der jüngsten Ratssitzung das Jugendhaus mit möglichen Entwicklungsoptionen erneut auf die Agenda gesetzt hat und nun Ideen entwickelt werden sollen.

Jugendhausleiter van Kreij wirbt für neuen Standort

Nicht nur aus Spargründen müsse die Stadt Alternativen finden für das ehemalige Bahnwärterhäuschen an der Wehratalbahnstrecke, das unter Denkmalschutz steht und im Besitz der Stadt ist, auch um der Jugend willen. Jugendhausleiter Manuel van Kreij trug dem Gemeinderat erneut den Wunsch der Jugend nach einem neuen Standort vor. Seit Jahren würden sie lieber einen zentraleren Treffpunkt im Stadtzentrum von Wehr nutzen wollen, da hier die meisten wohnen. „Nur mit viel Planung und größerem Aufwand kommen die Jugendlichen nach Öflingen. Viele haben keine Buskarte und können nicht spontan im Jugendhaus vorbeikommen“, betonte van Kreij. Das Leben sei heute viel kurzweiliger als früher. Erklärtes Ziel der Jugendarbeit sei es, so van Kreij, die Jugend außerhalb all ihrer verpflichtenden Schul- und Vereinstermine zu erreichen. Um das Gezocke am Computer und den Rückzug ins Private zu reduzieren, sollten Wege für regelmäßige Angebote wie offene Treffs kurz und niederschwellig sein.

Bis Herbst 2026 Lösungen erarbeiten

Bürgermeister Denis Schimak betonte gegenüber den Ratsmitgliedern, auch ihm sei das Thema Jugendarbeit wichtig. Schimak hätte da schon Ideen, möchte aber nicht vorweggreifen. Er wünsche sich rege Beteiligung. In einem ergebnisoffenen Prozess werde angestrebt, Alternativen gemeinsam mit den Jugendlichen, dem Ratsgremium, mit dem Jugendforum und durch Bürgerbefragung zu entwickeln, sagte Hauptamtsleiterin Yasemin Krause. In Workshops sollen maximal fünf Varianten erarbeitet werden. Die Stadtverwaltung will im Herbst 2026 zu einem Ergebnis kommen. Im Rat kam die Vorgehensweise gut an und wurde einstimmig beschlossen.

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