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Trennung, neue Liebe, der Tod des Vaters und eine Weltreise: Bei Johannes Oerding war einiges los

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06.04.2026

Johannes, du hattest dir 2024 größtenteils freigenommen, um zu reisen. Standen Länder und Route vorher fest?

Oerding: Nur zum Teil. Dass es so viel Amerika wurde, war nicht geplant, ich habe mich dort echt in der Musik verloren. Minneapolis, die Stadt von Prince, dann Chicago, Memphis, Nashville, New Orleans, das alles hat mich so in den Bann gezogen, dass ich gleich noch ein paar Instrumente wie Paddle Steel Gitarre und Fiddle mitgenommen habe. Ich habe auf dem Roadtrip viel Gospel gehört, viel Elvis, R.E.M., Sheryl Crow, Fleetwood Mac – alles ist dann eingeflossen in meine neuen Songs.

War es Teil deines Plans, unterwegs Lieder zu schreiben?

Oerding: Überhaupt nicht, ich hatte noch nicht mal eine Gitarre dabei. Ich musste mir die Auszeit nehmen, weil ich das Gefühl hatte, bei mir wird alles zu konstruiert, zu formatiert, zu gemütlich. Ich stand 2023 auf der Bühne und dachte nicht an den Song, nicht ans Publikum, sondern an die Einkaufsliste für den Supermarkt. Und dann kamen in dieser Zeit noch Schicksalsschläge hinzu, und ich entschied: Ich mache diese Reise. Ich wollte komplett abschalten und leer werden. Ohne Instrument, ohne Intention, irgendwas zu schreiben. Das ging zweieinhalb Monate gut (lacht).

Oerding: War ich in Chicago, und musste mir einfach eine Gitarre besorgen. Tatsächlich fand ich es sogar beruhigend, dass das Musikmachen und Songschreiben so sehr zu meinem Leben dazugehören,........

© Südkurier