Erst fliegt der Rucksack, dann fallen Beleidigungen: Vor Gericht wird es erneut angespannt
Ein Knall, ein erschrockener Blick in den Rückspiegel, dann stehen mehrere Menschen an einer Stockacher Baustelle. Am Amtsgericht Stockach ging es jüngst um einen Vorfall mit geworfenem Rucksack, Beleidigungen und einer Delle am Auto. Doch von vorn: Angeklagt war ein 25-jähriger Mann. Er erschien ohne Anwalt vor Gericht und wollte Angaben zur Tat machen. Dass er einen Teil der Taten zugab, half letztlich wenig.
Vorgeworfen wurde ihm laut der Anklageschrift, in Stockach seinen Rucksack gegen ein Auto geworfen zu haben. Danach soll er die Autofahrerin beleidigt haben, unter anderem mit den Worten „Du Fotze“. Einen 73-jährigen Autofahrer, der hinter ihr fuhr, ausstieg und helfen wollte, soll er mit „Geh weg, du Alter Sack“ beschimpft und ihm den Mittelfinger gezeigt haben. Strafbar ist das als Sachbeschädigung und Beleidigung.
Der Angeklagte sagte, er lebe seit 2015 in Deutschland, habe hier die Schule besucht und einen Realschulabschluss gemacht. Eine Ausbildung habe er nicht. Seit einem Monat sei er arbeitslos und beziehe Sozialleistungen. Er habe „bisschen Schulden“, ungefähr 1500 Euro. Alkohol konsumiere er nicht und er nehme auch keine Drogen, wie er auf Nachfrage der Richterin angab.
Zum Vorwurf erklärte er, er sei in der Nähe eines Discounters auf dem Gehweg gewesen, als ein Lastwagen sehr nah an ihm vorbeigefahren sei. Danach habe er wegen einer Baustelle seitlich an dem Fahrzeug vorbei gewollt. Dann sei das Auto, um das es in diesem Fall geht, schnell an........
