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Nahbare Begegnungen: Das bewegende Konzert von Las Lloronas im Ali-Theater

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26.04.2026

Das Trio Las Lloronas gastierte im Rahmen des 20. World Town Festivals am Samstagabend im Ali-Theater Tiengen. Mit ihrer nahbaren Musik hüllten die drei Musikerinnen die Zuhörer in eine Wolke voller Feinfühligkeit. Michael Rudigier vom Kulturamt eröffnete den Abend.

Das Konzert ging äußerst intim los. Marieke Werner, Amber in ‚t Veld und Àngels Asensi nahmen für das erste Stück des Abends ihren Platz auf der kleinen Vorbühne ein, kaum einen Meter von der ersten Reihe entfernt. Da waren die drei buchstäblich zum Greifen nah. Dadurch dass sie a cappella sangen, machten sie den Moment noch privater.

Gitarre, Cello und Gesang verschmelzen bei internationalem Trio

Die Sängerin und Klarinettistin Marieke Werner führte durch den Abend, weil sie, wie sie sagte, die einzige Deutsche in dem Trio ist und ihre Kolleginnen wenig bis kein Deutsch sprechen. Amber in ‚t Veld überzeugte an der Gitarre und Àngels Asensi am Cello. Beide sind Spanierinnen, gegründet hat sich das Trio laut Werner in Brüssel. Diese kulturelle Vielfalt zeigt sich in ihrer Musik. In ihren Liedern singen sie auf Englisch und Spanisch, ein bisschen Französisch war ebenfalls herauszuhören. Amber in´t Veld sagte auch einige Lieder an. Ihr Deutsch ist besser, als sie behauptet, was vor allem in dem deutschen Song, den Las Lloronas präsentierte, zu hören war. Während ihrer Lieder schließen die Musikerinnen immer wieder die Augen, strahlen und lächeln sich gegenseitig an.

Publikum singt bei Amber in´t Veld begeistert mit

Der Song „Little poets“ handelt laut Werner von den kleinen Unsicherheiten, die wir alle mit uns herumtragen, die „kleinen Poeten im Kopf, die den ganzen Tag Bullshit erzählen“. Bei dieser Erklärung muss das Publikum schmunzeln. Dann wird es eingeladen, mitzusingen und kommt dieser Aufforderung gerne nach. Das Lied „Naranjos“ handelt von dem spanischen Dorf, aus dem Amber in´t Veld stammt. Es beschreibt die Tiere, Menschen und Landschaft dort, die vor allem durch die dem Lied den Titel gebenden Orangenbäume geprägt ist. Die drei Sängerinnen harmonieren so gut miteinander, dass man manchmal gar nicht merkt, dass zwei oder drei von ihnen gleichzeitig singen.

Konzertabend endet mit emotionaler Zugabe auf der Vorbühne

Nach der Pause zeigte das Trio weitere Facetten ihres musikalischen Könnens, nämlich unter anderem den Sprechgesang. Beim letzten Lied wurde das Publikum wieder zum Mitsingen animiert. Amber in ‚t Veld betonte: „Es ist nicht wichtig, dass Sie perfekt singen, sondern mit Passion.“ Die Zuschauer honorierten dieses Konzert mit reichlich Applaus, worauf eine Zugabe mit einem letzten sehr gefühlvollen Moment, wieder auf der Vorbühne, folgte. Den ganzen Abend hindurch herrschte eine sehr intime Atmosphäre. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Ramona Puchinger Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis

79761 Waldshut-Tiengen Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis


© Südkurier