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EU-Exklave Ceuta: Rückkehr zur Normalität

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Es ist ein trauriger Zug der Enttäuschten. Männer mit zerrissenen Hosen und verschlissenen Turnschuhen, manche barfuß, andere mit bandagierten Beinen, schleppen sich schweigend zur Grenze. Vor Kurzem noch waren viele von ihnen voller Hoffnung in die spanische Grenzstadt und spanische EU-Exklave Ceuta gekommen. Jetzt marschieren sie zurück nach Marokko – erschöpft, hungrig und um eine Illusion ärmer.

„Man hat uns gesagt, in Spanien würden wir aufgenommen. Das stimmte nicht“, hört man immer wieder von den jungen Marokkanern. Viele hatten geglaubt, sie würden in Ceuta registriert, in Aufnahmezentren untergebracht und man werde ihnen die Weiterreise auf das spanische Festland erlauben. Entsprechende Gerüchte hatten sich in den vergangenen Tagen über soziale Netzwerke in Marokko verbreitet.

Tausende mussten im Freien übernachten

Stattdessen fanden die Neuankömmlinge eine völlig überforderte Grenzstadt vor. Die wenigen Aufnahmeeinrichtungen Ceutas waren schnell überfüllt. Tausende mussten im Freien übernachten – in Parks, auf Gehwegen, an Stränden oder zwischen den Hügeln oberhalb der Stadt. Weil zahlreiche Geschäfte, Bars und Supermärkte aus Sicherheitsgründen geschlossen blieben, konnten selbst diejenigen kaum Lebensmittel kaufen, die Geld........

© Südkurier