„Ist hart“: Das Warten der Brand-Evakuierten von Bordeaux
Erschöpft sitzt Mona auf ihrem Feldbett in der Messehalle von Bordeaux und schaut in die Ferne. Seit fünf Tagen lebt die 51-jährige Personalerin in der Notunterkunft, zusammen mit Hunderten Menschen, die vor dem riesigen Waldbrand an der französischen Westküste fliehen mussten. „Es ist hart“, erzählt die Mutter. „Es ist hart, denn jeden Tag hoffen wir, wieder nach Hause zu können und jeden Tag hält das Feuer uns davon ab.“
Die Situation in der Messehalle ist für die Gestrandete stressig. Am Anfang waren auch ihr Ex-Mann und ihr 23 Jahre alter Sohn mit ihr hier. Doch die beiden hielten es nicht aus und sind weitergezogen. Eine Frau hat ihnen ein Zimmer bei sich angeboten. „Jetzt bin ich ganz alleine“, sagt Mona traurig.
Hunderttausende mussten ihr Zuhause verlassen
Seit Tagen lodern Feuer westlich von Bordeaux, kamen der Großstadt bis auf 15 Kilometer nah. Mehr als 42.000 Hektar Fläche fielen den Flammen zum Opfer. Das sind 420 Quadratkilometer (die Fläche des Stadtstaats Bremen).
In etlichen Kommunen mussten die Menschen wegen der Brände ihre Häuser verlassen, so auch in Saint-Médard-en-Jalles, wo Mona lebt. Mehr als 220.000 Menschen wurden evakuiert, selbst aus Altenheimen mussten die Bewohnerinnen und Bewohner wegen der nahenden Flammen heraus.
Wer konnte, ist zu Bekannten oder zur Familie gegangen oder hat sich ein Hotelzimmer gemietet. Doch Tausende Menschen hatten auf die........
