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Überraschende Jury-Entscheidungen beim Filmfestival Locarno

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16.08.2026

Zum Finale des 79. Internationalen Filmfestivals Locarno hat der Spielfilm „Nu e locul tau aici“ („Du gehörst nicht hierher“) aus Rumänien den Hauptpreis, den Goldenen Leopard, gewonnen. Der Drehbuchautor und Regisseur Florin Șerban erzählt die gewaltgetränkte Geschichte der gestörten Beziehung eines alleinerziehenden Vaters und seines jugendlichen Sohnes.

Wie eine Vielzahl der Beiträge des internationalen Wettbewerbs entwirft der energiegeladene Film das Bild einer mehr und mehr von Hass, Unsicherheiten und Intoleranz geprägten bürgerlichen Welt. Trotzdem ist die Auszeichnung dieses düsteren Sozialpanoramas mit der höchsten Ehrung des Festivals verblüffend. Denn es gab andere Filme in der Konkurrenz, die formal überraschender sind und sehr viel eindringlichere Gesellschaftsbilder zeichnen.

Dazu gehören die vielfach als Favoriten gehandelten Filme „Objet a“ aus Deutschland und die deutsch-ukrainische Gemeinschaftsproduktion „I Rarely Wake Up Dreaming“ („Ich wache selten träumend auf“). Beide gingen bei der Preisvergabe durch die Jury des Hauptwettbewerbs leer aus.

Immerhin wurde „I Rarely Wake Up Dreaming“ der deutschen Filmregisseurin Isabelle Stever und der Drehbuchautorin Anna Melikova von einer unabhängigen Jugend-Jury mit der ein besonderes Umweltbewusstsein würdigenden Auszeichnung „L'ambiente è qualità di vida“ („Die Umwelt ist Lebensqualität“) bedacht.

Einen großen Erfolg........

© Südkurier