Das Reptilienjahr beschert dem Zoo Tannenzapfenechsen, Fühlerschlangen – und eine Überraschung
Aus dem Vivarium ins Schaubecken: Obwohl die Fühlerschlange schon einige Zeit im Zoo Basel zu Hause ist, können Besucher sie seit Ende 2025 erstmals im Schaubecken 31 bestaunen. Die ungefähr 1,5 Zentimeter langen, fühlerartigen Fortsätze am Kopf sind für die Ortung von Beutetieren zuständig und verleihen dem Reptil seinen Namen. Zudem begrüßte der Zoo Basel im vergangenen Jahr drei neue Paare von Tannenzapfenechsen, deren Art schon seit 2017 in Basel zu Hause ist.
Als erster Schweizer Zoo schafft der Zoo Basel die Nachzucht des Kleinen Antillenleguans, welcher anfangs auf den Kleinen Antillen zu Hause war. Heute ist die Art stark vom Aussterben bedroht. Weltweit existieren nur noch geschätzt 13.000 bis 20.000 reine Tiere in 15 Subpopulationen.
Zuchterfolge bei gefährdeten Arten
Seit 2023 beteiligt sich der Zoo Basel an Haltung und Zucht der vom Aussterben gefährdeten Rio-Pescado-Harlekinkröte von welcher 2025 erneut die Aufzucht von 330 Quappen gelang. Die auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestufte Sakishima-Langschwanzeidechse wurde neu in das Programm aufgenommen. Das Tier ist nahe der Ostküste Taiwans auf den japanischen Yaeyama-Inseln zu Hause. Da der natürliche Lebensraum der Art zerstört wird, wird sie im Zoo Basel seit 2020 gezüchtet. Von den knapp 200 registrierten Nachzuchten, stammen 62 aus dem vergangenen Jahr.
Ein Tier verlässt das Vivarium
Der Neuzuwachs des vergangenen Jahres bereichert den Zoo Basel. Aber Abschied nehmen heißt es vom letzten Stirnlappenbasilisk. Der Zoo Basel plant aber Nachzuchten oder weitere Zuchten einer eng verwandten Art, da diese für die Stadt Basel sehr bedeutungsvoll ist.
Zudem hat das Weibchen der Tigerpython (Python bivittatus) altersbedingt an Körpermasse verloren. Ungewöhnlich ist dies jedoch nicht: Immerhin lebt das über 34 Jahre alte Tier bereits seit Juli 1991 im Vivarium und ist somit eine der fünf ältesten Tigerpythons in Zoos europaweit.
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