Bluthochdruck in der Schwangerschaft: Wann ist er gefährlich für Mutter und Kind?
Die wichtigsten Erkenntnisse
Rund jede zehnte Schwangere ist von Bluthochdruck in der Schwangerschaft betroffen. Von erhöhten Werten spricht man in der Regel ab 140 zu 90 mmHg.
Unbehandelt kann Bluthochdruck in der Schwangerschaft ernsthafte Folgen haben. Dazu zählen unter anderem ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten, Schwangerschaftsdiabetes sowie eine potenziell lebensbedrohliche Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie).
Trotz möglicher Risiken verläuft die Schwangerschaft in den meisten Fällen gut. Entscheidend sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, durch die Bluthochdruck früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden kann. So lassen sich Komplikationen vermeiden.
Eine Schwangerschaft stellt eine große Herausforderung für den Körper und die Psyche dar. Auch der Blutdruck verändert sich: Zu Beginn der Schwangerschaft sinkt er nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga zunächst. Im weiteren Verlauf kann er jedoch wieder ansteigen. Bleibt der Blutdruck dauerhaft zu hoch, kann das aber ernste Folgen für Mutter und Kind haben. Dieser Artikel erklärt, ab wann Bluthochdruck in der Schwangerschaft gefährlich wird, wann Schwangere ärztlichen Rat suchen sollten und wie sich erhöhte Blutdruckwerte behandeln lassen.
Warum steigt der Blutdruck in der Schwangerschaft?
Bluthochdruck während der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Laut der Deutschen Hochdruckliga ist etwa jede zehnte Schwangere betroffen. Rund die Hälfte der Frauen hatte bereits vor der Schwangerschaft erhöhte Blutdruckwerte. Bei der anderen Hälfte entwickelt sich der Bluthochdruck erst infolge der Schwangerschaft – meist nach der 20. Schwangerschaftswoche.
Ab wann hat man Bluthochdruck?
Von Bluthochdruck spricht man, wenn die Blutdruckwerte in Ruhe dauerhaft über den empfohlenen Grenzwerten liegen. Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga gilt ein Blutdruck als normal, wenn der systolische Wert (oberer Wert) zwischen 120 und 129 mmHg und der diastolische Wert (unterer Wert) zwischen 80 und 84 mmHg liegt.
Ab einem Blutdruck von 140 zu 90 mmHg liegt Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, vor. Je nach Höhe der gemessenen Werte wird er in drei Schweregrade eingeteilt:
Bluthochdruck Grad 1: systolisch 140–159 mmHg und diastolisch 90–99 mmHg
Bluthochdruck Grad 2: systolisch 160–179 mmHg und diastolisch 100–109 mmHg
Bluthochdruck Grad 3: systolisch ab 180 mmHg und diastolisch ab 110 mmHg
Der Grund dafür liegt unter anderem in den körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft. Wie die Deutsche Hochdruckliga erklärt, steigt das Blutvolumen um bis zu 50 Prozent an. Gleichzeitig erhöht sich der Ruhepuls auf bis zu 90 Schläge pro Minute. Bei körperlicher Anstrengung müssen die Herzleistung und die Herzfrequenz ebenfalls........
