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Bewegungsmangel und Bluthochdruck: Was passiert im Körper?

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29.05.2026

Die wichtigsten Erkenntnisse

Bewegungsmangel kann den Blutdruck langfristig erhöhen, weil die Gefäße bei fehlender Bewegung ihre Elastizität verlieren können und damit der Gefäßwiderstand steigt – das Herz muss dann stärker pumpen.

Regelmäßige Bewegung wirkt wie ein Gegentraining für die Gefäße und kann den Blutdruck senken. Während des Sports steigt er zuerst an, danach fällt er ab.

Entscheidend ist nicht die konkrete Sportart, sondern die Regelmäßigkeit der Bewegung. Dabei sollte man sich weder überfordern noch unterfordern.

Bluthochdruck kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden – etwa durch genetische Veranlagung, ungesunde Ernährung mit hoher Salzzufuhr, Übergewicht, Stress, Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum, informiert das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK). Bleibt ein erhöhter Blutdruck unbehandelt, kann das langfristig schwerwiegende Folgen für Herz, Gefäße und andere Organe haben. Doch kann auch Bewegungsmangel den Blutdruck beeinflussen?

Wie beeinflusst Bewegungsmangel den Blutdruck?

Sich aufzuraffen und regelmäßig Sport zu treiben, fällt vielen Menschen schwer. Dennoch lohnt es sich, denn wer sich dauerhaft zu wenig bewegt, riskiert weit mehr als nur eine nachlassende Fitness. Wie die Stiftung Gesundheitswissen erklärt, wird bei Bewegungsmangel das Muskelgewebe schwächer und kann sogar zurückbilden. Diese Veränderungen wirken sich auf den gesamten Körper aus. So kann mangelnde Bewegung unter anderem das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen wie Darm- oder Brustkrebs und für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Osteoporose erhöhen. Auch die psychische Gesundheit kann darunter leiden – mögliche Folgen sind Angststörungen, Depressionen oder Schlafprobleme.

Doch kann zu wenig Bewegung auch den Blutdruck beeinflussen? Der Blutdruck beschreibt laut der Deutschen Hochdruckliga den Druck, den das Blut beim Pumpen des Herzens auf die Gefäßwände der Arterien ausübt. Die Gefäße dehnen sich dabei mit jedem Herzschlag aus und ziehen sich wieder zusammen, sodass Blut weitertransportiert wird. Sind die Gefäße elastisch und frei, funktioniert dieser Prozess effizient. Werden sie jedoch enger oder verhärten, muss das Herz mehr Kraft aufbringen, um den Blutfluss aufrechtzuerhalten, informiert der Patientenratgeber des MSD Manual. Dieser zusätzliche Druck kann den Blutdruck steigen lassen – ein Effekt, der durch Bewegungsmangel begünstigt wird.

Stundenlanges Sitzen: Warum steigt dadurch der Blutdruck?

Wer sich zu wenig bewegt, kann langfristig das Risiko für Bluthochdruck erhöhen. Welche Gründe dahinterstecken, hat eine im Frontiers in Physiology veröffentlichte Übersichtsarbeit aus dem........

© Südkurier