Blick hinter die Kulissen: Wie tausende Sportler und Sportlerinnen verköstigt werden
6 Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Die Luft in dem Klassenraum ist stickig, die meisten Sportler sind noch verschlafen. Während am anderen Ende des Raumes eine Sportlerin müde gähnt, laufen andere schon los zum Frühstücksbuffet. Dafür läuft hinter den Kulissen eine ganz andere Disziplin auf Hochtouren: die Verpflegung. Denn das Landesturnfest ist wie eine Klassenfahrt mit Sportprogramm, samt Übernachtungsparty in einer der Schulen im Konstanzer Stadtgebiet. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass die Sportler gestärkt sind? Und wie aufwändig ist das in Schulen, die auch in dieser Hinsicht nicht mit einem Hotel vergleichbar sind? Ein Ortsbesuch im Alexander-von-Humboldt-Gymnasium zeigt es.
Hunderte Gäste brauchen hunderte Liter Milch
Max Walter leitet zusammen mit zehn Freunden dort das Quartier und kümmert sich darum, dass rund 350 Gäste nicht hungrig zum nächsten Wettkampf gehen müssen. Dafür braucht er für die ganzen Tage insgesamt 280 Liter Milch, dazu kommen noch Unmengen an Müsli, Kakaopulver und über 30 Kilogramm Zucker. Rudolf Ruf vom Quartier in der Haidelmoos-Schule zeigt ähnliche Dimensionen: „Etwa 240 Liter Milch, 600 Brötchen am Morgen – verteilt auf 300 Sportler.“
Das Frühstück ist bei allen Quartieren einheitlich, da das vom Badischen Turner-Bund organisiert wurde.„Jeden Tag werden etwa 40.000 Brötchen an die........
