Jubiläumsausstellung im Seniorenzentrum St. Franziskus
Wasser und Meer – das sind Quellen der Inspiration für Künstler. Im Seniorenpflegezentrum St. Franziskus ist am Donnerstag die Ausstellung „Wasserlandschaften“ mit 27 Werken der Wehrer Malerin Elena Romanzin eröffnet worden. Anlass ist das 60-jährige Bestehen des Förderkreises.
Mit Händels „Wassermusik“, passend zum Thema der Gemälde, begrüßte der Geschäftsführer Karl-Heinz Huber die Gäste. Er wies darauf hin, dass Ausstellungen regionaler Künstler eine Tradition im Seniorenzentrum seien. Vor allem sollen sie Bewohnern, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die Begegnung mit Kunst ermöglichen, und sie sollen Gäste und Bewohner in Kontakt bringen.
Die Anfänge des Pflegeheims
Christel Deboben, die Vorsitzende des Förderkreises, hatte diese Ausstellungen organisiert. Karl-Heinz Huber würdigte die Bedeutung des Förderkreises. Vor 60 Jahren gründete sich eine Bürgerinitiative, da zunehmend deutlicher wurde, dass Bad Säckingen neben dem St. Marien- und St. Josefshaus ein weiteres Pflegeheim brauchen würde. In der Initiative waren viele Menschen aus der katholischen Kirche versammelt, die sich eine kirchliche Einrichtung wünschten.
Bis zu 800 Unterstützer
Sie hatten Erfolg, die Kapuzinermönche aus der ehemaligen Villa Magda an der Baslerstraße stellten das Grundstück zur Verfügung. Die Initiative, der zeitweise mehr als 800 Bürger angehörten, sammelte Geld und Spenden. Noch heute unterstützt der Förderkreis das Seniorenzentrum ideell und finanziell, indem er Aktionen und Anschaffungen ermöglicht, die aus dem regulären Etat nicht zu finanzieren wären.
Die Vorsitzende Christel Deboben hatte 2015 die in Italien ausgebildete und in Wehr wohnende Malerin Elena Romanzin zum ersten Mal zu einer Ausstellung in das Haus eingeladen. 2017 war Romanzin mit ihrer Malschule zu Gast; ebenso nahm sie an einer Gemeinschaftsausstellung teil.
Für sie habe das Wasser eine besondere Bedeutung, so die Künstlerin, sie sei wenige 100 Meter vom Meer entfernt auf Sardinien geboren. In der Ausstellung sind vorwiegend Acrylgemälde zu sehen, die das Wasser in unzähligen Farbnuancen und Zustandsformen zeigen: als ruhige Meeresoberfläche, unter wolkenverhangenem Himmel oder in Form sturmgepeitschter Wellen. Es geht Romanzin nicht um die Wiedergabe konkreter Orte, sondern um idealisierte Wasserdarstellungen. „Wasser steht für Sehnsucht, Freiheit und Unendlichkeit, und die Wellen stehen für Rhythmus und Beständigkeit“, erklärt sie.
Die Werke Elena Romanzins unter dem Titel „Wasserlandschaften“ sind bis Sonntag, 10. Mai, im Seniorenzentrum St. Franziskus zu sehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags, 9 bis 16 Uhr, samstags und sonntags, 10 bis 16 Uhr.
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