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Ein Beruf in Uniform klingt cool - aber passt das auch zu mir?

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16.03.2026

Straftat im Stromeyersdorf 1? Zum Glück nicht, die uniformierten Beamtinnen und Beamten sind aus einem anderen Grund ausgerückt. Im Berufsinformationszentrum (BIZ) in Konstanz fand am Montag, 9. März, der Infotag zum Thema „Berufe in Uniform“ statt. Was gibt es für Einsatzbereiche der Polizei? Und wie sieht es aus mit dem Sporteignungstest? Genau diese Fragen konnten Jugendliche vor Ort stellen. Die Botschaft des Tages: Ein Beruf in Uniform hat viel mehr zu bieten, als man denkt.

„Ganz viel Teamgeist“ und tägliches Nervenkitzeln

Über die Frage, was ihren Beruf ausmacht, muss Janina Lamersdorf nicht lange nachdenken. „Auf jeden Fall das Abwechslungsreiche“, da ist sich die Polizeioberkommissarin sicher. Lamersdorf ist als Einstellungsberaterin tätig und vertritt heute die Landespolizei. „Wir haben unheimlich viele Bereiche bei der Polizei“, sagt sie. Das sei oftmals gar nicht bewusst. „Die Teamarbeit finde ich besonders toll“, fügt Lamersdorf hinzu. „Gerade deshalb ist auch die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, ganz arg wichtig in unserem Beruf.“

Arbeiten im Gefängnis? „Noch nie habe ich das bereut“, sagt Jasmin Schober, die am Infotag die Justiz vertritt und ihren Beruf bereits seit elf Jahren ausübt. „Kein Tag ist wie der andere, die Arbeit nie stupide“, berichtet sie von ihrem Arbeitsalltag. Doch leider sei die spannende Arbeit im Gefängnis noch immer eher eine Art Randgruppe, so Schober. „Wir müssen mehr an die Öffentlichkeit“, sagt die Beamtin gegenüber dem SÜDKURIER.

Besonders viele Fragen an die Bundeswehr

Auch Teil des Programms: Kurze Präsentationen der einzelnen Uniformberufe, die nach je nach Interesse besucht werden können. Kaum ist die Bundeswehr dran, füllen sich die Reihen. Viele sind mit ihren Eltern gekommen. Ein Einblick in die Arbeits- und Einsatzbereiche der Bundeswehr bietet durch ein Video. Es warteten auch ganz andere Aufgaben bei der Bundeswehr als der Dienst als Berufssoldat, meint Simon F. Die Bundeswehr verzichtet auf eine Nennung mit vollem Namen, da es zuletzt vermehrt zu Übergriffen auf Berufssoldaten gekommen sei. Nur vom Herumlungern müsse man sich verabschieden. „Ich durfte nicht ausschlafen, ist Kündigungsgrund Nummer eins“, sagt er lachend. Mit ganz viel Witz und Lockerheit präsentiert er den sonst ernsten Beruf.

Mit den Fragen rund um die Wehrpflicht tut sich Simon F. jedoch schwer, „Ich bin kein Politiker, sondern nur Soldat“, antwortete er. Seine Meinung dürfe er im öffentlichen Raum nicht äußern. „Wir sind für euch da“, versichert er jedoch den Jugendlichen. Denn viele scheinen aktuell von den neuen Wehrpflichtregelungen verunsichert. Bei allen Fragen könne man sich gerne an die Berufsberatung der Bundeswehr wenden.

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