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Die Tragödie von Ceuta und der Kampf um Europas Migrationskurs

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Die Geschäfte haben wieder geöffnet, an den Stränden spielen Kinder, Bewohner sind mit Einkaufstaschen in der Stadt unterwegs. In Ceuta, der spanischen Enklave auf dem afrikanischen Kontinent, kehrt so etwas wie angespannte Normalität ein. Und doch sind da diese stummen Zeugen eines Dramas: Hunderte Schwimmringe, Autoreifen, Flossen und Plastikkanister liegen zwischen Algen und Treibgut im Sand. Sie erzählen die Geschichte von Menschen, die glaubten, das Meer sei ihr Weg nach Europa. Doch für vermutlich mehr als 100 Migranten wurde es zum Grab. Auch die politische Debatte rund um den Kontrollverlust wird Spanien und die EU noch lange beschäftigen. Am Dienstag treffen sich Europas Innenminister zu einer Sondersitzung. Das Treffen dürfte alles andere als einfach werden – denn es prallen extrem gegensätzliche Positionen aufeinander.

Da ist zum einen Spanien, dessen Ministerpräsident Pedro Sánchez sich wütend an Brüssel gewandt und sich über die mangelnde Solidarität beklagt hatte. Zum anderen ist da ein offener Brief von 22 Staats- und Regierungschefs, die Spanien dafür kritisieren, dass eine solche Situation überhaupt entstehen konnte. Nur noch am Rande geht es um Marokko, dessen Behörden nicht verhindert hatten, dass Zehntausende seiner Bürger das Land verlassen. Dabei gibt es unter Experten........

© Südkurier