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Die Ohnmacht der Übermächtigen: Warum militärische Stärke keinen Sieg garantiert

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thursday

Politik wird bisweilen als die Kunst des Möglichen beschrieben. Es ist der Versuch anzuerkennen, dass im Kompromiss bisweilen das bestmögliche Ergebnis liegt. Männer wie Donald Trump halten von dieser Kunstform erdenklich wenig. Für sie besteht die höchste Form der politischen Kunst darin, die Wirklichkeit mit Taschenspielertricks so zu verdrehen, dass am Ende sie selbst als Gewinner dastehen – und zwar völlig unabhängig vom eigentlichen Ausgang der Dinge. Doch der Krieg gegen den Iran hat auch den Houdini der Politik als Kleindarsteller entlarvt. Seiner mächtigen Armee ist es nicht gelungen, das Mullah-Regime zu fesseln. Alle Flugzeugträger, alle Raketen waren machtlos gegen eine Ressource, die der Iran den USA voraus hat: Leidensfähigkeit. Und so hat dieser Konflikt wie unter einem Brennglas verdeutlicht, was sich schon seit Jahren abzeichnet: Allein mit militärischer Überlegenheit lässt sich ein Krieg heute nicht mehr automatisch gewinnen.

Was Trump gerade im Iran erlebt hat, ist seinem Vorgänger Joe Biden auch in Afghanistan widerfahren. Die Taliban, ein........

© Südkurier