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Kein Bürgergeld mehr: Welche Leistungen bekommen Ukrainer in anderen Ländern?

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04.01.2026

Beim Bürgergeld wird seit Jahren viel gestritten, zuletzt ging es häufig auch um Unterstützungen für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer. Sie hatten in Deutschland eine Sonderstellung: Die Geflüchteten konnten gleich nach ihrer Ankunft Bürgergeld beantragen und 563 Euro im Monat erhalten. Derzeit leben laut der offiziellen Website der Bundesregierung rund 1,14 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland, von denen etwa 686.000 Leistungen aus der Grundsicherung erhalten. 471.000 Leistungsberechtigte der Gruppe gelten demnach als erwerbsfähig.

Seit November 2025 ist der Bürgergeld-Stopp beschlossene Sache: Das entsprechende Gesetz wurde im Bundestag verabschiedet und muss jetzt noch vom Bundesrat durchgewunken werden. Ukrainer, konkret alle, die seit April 2025 aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind und noch kommen werden, werden bald weniger Unterstützung erhalten. Sie erhalten anstelle von Bürgergeld nun Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Diese liegen laut einer Analyse von ZDF heute rund 20 Prozent unter dem Bürgergeld-Regelsatz. Der genaue Betrag hängt von individuellen Gegebenheiten ab. Für Alleinstehende gilt beispielsweise ein Betrag von 441 Euro. Aber wie sehen eigentlich die Unterstützungen aus, die Ukrainerinnen und Ukrainer in anderen Ländern erwarten können?

Polen stellte sich direkt nach Kriegsbeginn hinter die Ukraine und nahm viele Geflüchtete auf. Ukrainerinnen und Ukrainer erhalten ein legales Aufenthaltsrecht und Zugang zu Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und einigen Sozialleistungen, wie die UNO-Flüchtlingshilfe aufklärt. Eine Grundsicherung, wie das Bürgergeld, ist bei diesen Sozialleistungen nicht enthalten. Ukrainerinnen und Ukrainer erhalten aber umgerechnet 180 Euro Kindergeld pro Kind im Monat und eine Sozialhilfe von bis zu 177 Euro im Monat bei längerer Krankheit.

In Polen sind 65 Prozent der Geflüchteten aus der Ukraine erwerbstätig – und damit prozentual rund doppelt so viele wie in Deutschland. Das geht aus einer Studie des ifo Instituts aus dem Oktober 2024 hervor. Zur Einordnung muss man hierbei........

© Südkurier