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Geringe Sprachbarriere beim Auswandern: In diesen Ländern wird Englisch gesprochen

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tuesday

Die Sprache kann eine Brücke in andere Länder und Kulturen sein, Sprachbarrieren stellen beim Auswandern allerdings eine der größten Hürden dar. Eine schnelle und erfolgreiche Integration ist für die Personen leichter, die der Sprache mächtig sind, die in ihrem neuen Zuhause gesprochen wird. Viele Deutsche beherrschen neben ihrer Muttersprache auch Englisch. Im „EF English Proficiency Index“ des Sprachkursdienstleisters Education First, in dem die Englischkenntnisse in 123 Ländern beurteilt wurden, in denen Englisch nicht Amtssprache ist, landet Deutschland sogar auf dem vierten Rang.

Es liegt daher nahe, dass sich deutsche Auswanderer in Ländern leichter tun, in denen Englisch gesprochen wird. Doch welche Optionen gibt es in diesem Zuge? Wir verschaffen Ihnen eine Übersicht.

Übrigens: Jeder fünfte Deutsche denkt über das Auswandern nach, das legen aktuelle Statistiken nahe. Manche ziehen dabei in Erwägung, einen Wohnsitz in Deutschland zu behalten.

Auswandern in Europa: In diesen Ländern ist Englisch die Amtssprache

Von Großbritannien aus verbreitete sich die englische Sprache in der ganzen Welt. Mittlerweile ist Englisch laut der Sprachschule Berlitz in 67 Ländern eine offizielle Amtssprache. Europa stellt den Ursprung der Weltsprache dar, allerdings gibt es auf dem europäischen Kontinent vergleichsweise wenige Länder, in denen Englisch als Amtssprache oder De-Facto-Amtssprache fungiert. Letzteres ist der Fall, wenn kein Gesetz eine offizielle Amtssprache regelt, wie bei MTR Legal Rechtsanwälte erklärt wird. Eine De-Jure-Amtssprache ist per Gesetz verankert.

Neben England, Schottland, Wales, Irland und Nordirland wird auch in Malta und Gibraltar Englisch gesprochen, wie die E-Learning-Plattform babbel.com informiert. Großbritannien gehört zu den beliebtesten Zielen deutscher Auswanderer. 2024 wanderten laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 4500 Menschen in eines der Länder des Vereinigten Königreichs aus.

Malta ist von den englischsprachigen Ländern in Europa die Option mit den günstigsten Lebenshaltungskosten, berichtet immigrantinvest.com. Der Inselstaat, der 1964 seine Unabhängigkeit von der britischen Krone erlangte, führt als Amtssprachen Englisch und Maltesisch. Valletta ist laut Blick nicht nur die südlichste, sondern auch die sonnigste Hauptstadt Europas. Neben dem mediterranen Klima kann Malta auch Joboptionen bieten. Vor allem im IT-, Finanz- und Tourismussektor werden laut immigrantinvest.com Fachkräfte gesucht.

Europäische Länder mit Englisch als Amtssprache in der Übersicht. Die anteiligen Werte der englischsprachigen Bevölkerung stammen aus der Einschätzung von Berlitz:

Beliebte englischsprachige Länder für Auswanderer außerhalb Europas

Zu den beliebtesten Zielen von Auswanderern aus Deutschland gehören laut Destatis auch die USA, Kanada, Australien und Neuseeland. Allein in die USA wanderten 2024 knapp 10.000 Deutsche ein. In jedem dieser Länder wird von einem Großteil der Bevölkerung Englisch gesprochen.

USA: Englisch ist erst seit 2025 Amtssprache. Dafür sorgte US-Präsident Donald Trump per Dekret, wie unter anderem der Spiegel berichtete. Zwar war Englisch schon zuvor die mit Abstand meistgesprochene Sprache in den USA, eine offizielle Landessprache hatte es aber nicht gegeben.

Kanada: Mehr als 80 Prozent der kanadischen Bevölkerung sind englischsprachig. Neben Englisch ist aber auch Französisch Amtssprache in Kanada.

Australien: Englisch stellt in Australien eine De-Facto-Amtssprache dar. Sie wird von mehr als 90 Prozent der Bevölkerung gesprochen.

Neuseeland: Auch in Neuseeland gilt Englisch als De-Facto-Amtssprache. Auch Maori und die neuseeländische Gebärdensprache werden als offizielle Sprachen anerkannt.

Afrika, Asien und die Karibik: In diesen Ländern wird ebenfalls Englisch gesprochen

In Afrika, Asien und der Karibik gibt es zahlreiche Länder, in denen Englisch eine Amtssprache oder De-Facto-Amtssprache darstellt. In Asien gilt das beispielsweise für den Vielvölkerstaat Indien. Neben Englisch und Hindi gibt es dort noch 21 weitere anerkannte Sprachen, wie das Auswärtige Amt (AA) informiert. Der Anteil der englischsprachigen Inder liegt bei etwa zwölf Prozent. Ausgeprägter ist Englisch in Singapur, Pakistan und auf den Philippinen. Das sind alle Länder in Asien mit Englisch als Amtssprache in der Übersicht.

In Afrika ist Englisch laut Berlitz in 24 Staaten als eine der Hauptsprachen verankert. Das gilt unter anderem für Südafrika. In der Republik sind neben Englisch aber noch viele weitere Amtssprachen vorhanden, etwa Afrikaans. Etwa 30 Prozent der Bevölkerung spricht vor allem Englisch. In anderen Ländern Afrikas ist die englische Sprache weiter verbreitet, wie babbel.com und Berlitz erklären. Das gilt beispielsweise für Nigeria (mehr als 85 Prozent der Bevölkerung spricht hier Englisch), Ghana (mehr als 66 Prozent), Liberia (mehr als 82 Prozent), Sierra Leone (mehr als 83 Prozent), Uganda (mehr als 89 Prozent) und Simbabwe (mehr als 82 Prozent). Alle Länder in Afrika, die Englisch als eine der Hauptsprachen führen, in der Übersicht.

In der Karibik wird ebenfalls viel Englisch gesprochen. Vorreiter ist laut Berlitz Jamaika, mehr als 97 Prozent der Bevölkerung des Inselstaates nutzen die englische Sprache als Hauptsprache. In den folgenden Ländern der Karibik wird Englisch als eine der Hauptsprachen geführt.

Britische Jungferninseln

St. Vincent und die Grenadinen

Turks- und Caicosinseln

Auch interessant: Beim Auswandern in Kriegszeiten steht der Sicherheitsaspekt häufig im Mittelpunkt. Außerdem stellt das Auswandern „light“ eine Option dar, bei der zunächst ein halbes Jahr im Ausland verbracht wird.

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