Auch zweiter Osterweg in Neuhausen ist ein voller Erfolg
Vom 29. März bis 12. April nutzten nicht nur viele Familien mit Kindern die Gelegenheit, den etwa sechs Kilometer langen Osterweg rund um Neuhausen mit einem Spaziergang zu verbinden. Bei gutem Wetter herrschte fast schon eine 1.-Mai-Atmosphäre, denn manche Eltern packten Kind und Kegel in einen Bollerwagen, wie die Weg-Initiatoren Gabi Kammerer und Claudia Seiter-Lamprecht erfreut berichten.
Osterweg wird alle zwei Jahre aufgebaut
Ihnen zufolge war der mit 29 Stationen ausgestattete Rundkurs nicht nur liturgisch geprägt, sondern auch landschaftlich ungemein reizvoll. Wie schon bei der Premiere 2024 mit 21 Stationen hat auch die zweite Auflage des Osterwegs in Neuhausen ihre Erwartungen bei Weitem übertroffen.
Entlang des ausgeschilderten und komplett barrierefreien Osterwegs wiesen immer wieder bunte Ostereier an Hecken und Büschen auf den richtigen Pfad hin und Osterdekorationen erfreuten das Auge. Die verschiedenen Stationen mit teils österlichen Installationen und teils spaßigen Mitmachaktionen luden zur Teilnahme ein. Sei es an der Klagewand, wo man sich seine Sorgen und Nöten von der Seele schreiben konnte, oder beim Fußballparcours des FC Neuhausen mit Torwandschießen und Büchsenwurf.
Zuvor schlenderte die Pilgerschaft, die aus ganz Baden-Württemberg angereist kam, am Waldrand an der Himmelsleiter von Annette Hauser vorbei. Wenige Kilometer weiter hatten die Kommunionkinder einen spirituellen Barfußpfad an der Abzweigung Angel aufgebaut. Im Müllergässle an der Ecke zur Familie Jörger gab es sprichwörtlich die Möglichkeit, sein Glück zu pflanzen. Hier standen Blumensamenmischungen bereit. Später kann nachgeschaut werden, wie es wächst. Durstig sein musste niemand, denn die Familie Fuchs hatte bei ihrem Anwesen einen Trinkstation mit Sitzbänken für eine gemütliche Rast errichtet.
Start und Ziel war an der Kirche, bei der das Abendmahl nachgestellt war. Ins Schmunzeln geraten die beiden Initiatorinnen bei der Station Fußwaschung an der Hezel-Scheune: „Die war eigentlich symbolisch gedacht. Aber manche haben das wörtlich umgesetzt.“ Die perfekte Überraschung gelang einem personifizierten Osterhasen, der auf dem Tretroller unterwegs war und Kinder mit Süßigkeiten beschenkte. Seinen Namen wollte er jedoch nicht preisgeben.
Auf die Idee des Osterwegs kam Claudia Seiter-Lamprecht, nachdem sie einen solchen auswärts gelaufen war und davon Gabi Kammerer berichtete. „Wir waren uns gleich einig, dass das ein tolles Gemeinschaftsprojekt für Neuhausen wäre. Und nachdem die Pfarrgemeinde St. Martin signalisierte, hierfür die Schirmherrschaft zu übernehmen, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht. Es beteiligen sich alle Vereine aus dem Ort, viele Privatpersonen und mit der Wittumschule Sulgen sogar eine auswärtige Einrichtung“, schildern die beiden gegenüber dem SÜDKURIER.
Um den großen Aufwand für das Projekt nicht jährlich auf sich nehmen zu müssen, sei von Anfang ein Zwei-Jahres-Rhythmus festgelegt worden. Inzwischen wurden die Stationen wieder abgebaut. 2028 werden teilweise in gleicher oder veränderter Form wieder hervorgeholt.
Viele Beteiligte machen es möglich
Den zweiten Osterweg in Neuhausen mit 29 Stationen haben neben Gabi Kammer und Claudia Seiter-Lamprecht die Kommunionkinder, Sternsinger, Minis, Kindergärten, Grundschule, Wittumschule Sulgen, Kirchenchorteam, Sing- und Spielkreis, Kreativteam, Ökumenischer Arbeitskreis, Landfrauen, RV-Mittwochsradler, Feuerwehr, Fußballclub, Narrenzunft, Musikverein sowie viele Privatpersonen, die auf den Flyern vermerkt sind, mitgestaltet. Die Premiere des Osterwegs fand 2024 statt und erfährt alle zwei Jahre eine Neuauflage. Die Gehzeit beträgt je nach Verweildauer zwei bis drei Stunden, es kann auch abgekürzt werden.
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