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Generationen und Moral - Was ist gute Arbeit?

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18.03.2026

Die Generation Z ist stinkfaul, will möglichst wenig arbeiten und dafür umso mehr Freizeit haben. Das ist nur eines von vielen Vorurteilen, mit denen junge Menschen heutzutage konfrontiert werden. Ob das nur Gerüchte sind, die ältere Arbeitnehmer in die Welt setzen, oder diese Aussagen einen wahren Kern haben, ist umstritten. Auch Studien sind diesbezüglich gespalten. Klar ist jedoch: Die verschiedenen Generationen blicken völlig verschieden auf das Arbeitsleben und die damit verbundenen Werte. Auch der Unterschied zwischen Ausbildung und Studium prägt dabei die Arbeitsmoral maßgeblich.

Das zeigte sich auch, als wir anlässlich unseres Formats „Ab in die Mitte! – Konsens ohne Nonsens“ zwei Menschen in ihrem Alltag begleitet haben, deren Lebensrealitäten unterschiedlicher nicht sein könnten – so scheint es zumindest auf den ersten Blick: Björn Fritz ist seit mittlerweile vier Jahren selbstständiger Malermeister mit einem kleinen Betrieb in Konstanz. Der 32-Jährige hat sich bewusst für den Weg ins Handwerk entschieden. Elias Engel hingegen studiert Architektur im sechsten Semester an der Hochschule in Konstanz (HTWG). Nebenbei arbeitet der 23-Jährige in einem Werkstudentenjob bei einem Engener Bauunternehmen im Vertrieb, um Praxiserfahrung zu sammeln.

Es ist noch dunkel, als Björn Fritz und seine Angestellten sich frühmorgens zur Besprechung in der Werkstatt treffen. Bevor es auf die unterschiedlichen Baustellen geht, trinken sie gemeinsam einen Kaffee. Den brauchen sie, um wach zu werden – es ist erst 7 Uhr. Ein zeitiger Arbeitsbeginn bedeutet aber nicht, dass der Malermeister früh Feierabend machen kann. Ganz im Gegenteil. Er sitzt oft bis 22 Uhr im Büro, wie er sagt: „Ich arbeite 60 bis 70 Stunden in der Woche.“ Dementsprechend hält er nicht viel von den präferierten Arbeitszeiten der Generation Z: „Also ich muss ehrlich sagen, Arbeitsmoral mit einer Vier-Tage-Woche und Gleitzeit und was weiß ich, ist in der heutigen Zeit schwierig“, so der Malermeister. Er geht sogar so weit zu sagen, die Jugend sei faul und habe keine Lust zu arbeiten.

„Ich glaube, je besser die Erholung ist, desto besser ist das Ergebnis.“

„Ich glaube, je besser die Erholung ist, desto besser ist das Ergebnis.“

Elias Engel kann verstehen, wie Björn Fritz zu dieser Aussage kommt, als er im SÜDKURIER-Studio damit konfrontiert wird. Doch der 23-Jährige fasst die Arbeitsmoral seiner Generation anders auf: „Ich habe Eigenschaften, die vielleicht als faul........

© Südkurier