menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Der kanadische Premier sagt: „Wir sind keine Schönwetterverbündeten“

19 0
17.09.2026

Es dauerte nur wenige Stunden, bis Donald Trump demonstrierte, warum die EU und Kanada gerade so auffällig die Nähe zueinander suchen. Am Mittwoch hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Straßburg überraschend vorgeschlagen, Kanada zum ersten „assoziierten Mitglied“ der Gemeinschaft zu machen, auch wenn sie nicht näher ausführte, was das bedeuten soll. In der Nacht meldete sich der amerikanische Präsident zu Wort und bezeichnete die Idee als „lächerlich“. Sollte er den Vorstoß als „feindseligen Akt“ verstehen, werde Trump „sehr hohe Zölle“ gegen Europa verhängen oder den Handel in bestimmten Bereichen ganz einstellen.

Der kanadische Premier sprach als Ehrengast vor dem Europäischen Parlament

Am Donnerstagvormittag stand Kanadas Premierminister Mark Carney am Rednerpult des Europaparlaments und erklärte, warum solche Drohungen künftig nicht mehr funktionieren sollen. Er war als Ehrengast nach Straßburg geladen und wurde von etlichen Abgeordneten wie ein Star empfangen, inklusive Ovationen und Selfie-Andrang bei seinem Erscheinen. Und Carney, der seine Ansprache auf Englisch, Französisch und Deutsch hielt, traf den richtigen Ton. „Unser Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit und unser unerschütterliches Eintreten für........

© Südkurier