15 Prozent weniger Miete: Wohnprojekt setzt auf gemeinschaftliches Bauen
Eine neue Wohnbaugenossenschaft will dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen entgegentreten. Ende April soll die „Wohn e.G. Härlen“ gegründet werden, um im Baugebiet „Südlich Härlen“ oberhalb des Krankenhauses ein 4536 Quadratmeter großes Grundstück zu erwerben. Vier identische vier- bis fünfstöckige Gebäude sollen dort entstehen, mit 60 Wohnungen, von denen mindestens 60 Prozent dauerhaft zu einem Preis vermietet werden. Das alles 15 Prozent unter der Überlinger Durchschnittsmiete von 2023/24.
Keine „Altersruhesitze für zugereiste Stuttgarter“
Wie dies gelingen soll, hat Architekturprofessor Walter Stamm-Teske, der seit sechs Jahren in Überlingen lebt, den Besuchern im gut gefüllten Rathauscafé erläutert. Eines stellt der Experte, der bereits in Weimar Genossenschaften mitgegründet hat, gleich zu Beginn klar: Bei diesem Projekt, das er ehrenamtlich ins Leben gerufen hat, gehe es nicht etwa um „Altersruhesitze für zugereiste Stuttgarter“. Vielmehr wolle er seiner neuen Heimat „etwas zurückgeben“ und Wohnraum schaffen, etwa für „Menschen, die hier arbeiten, aber keine Wohnung finden und bei Schnee und Eis aus dem Hinterland pendeln müssen.“ Für Menschen im Alter und generell alle, die „hier nicht nur wohnen, sondern sich engagieren........
