Sperrung des Grödner Jochs: Anwohner sehnen Test-Beginn herbei
„Endlich“, sagt Michil Costa. Endlich gehe etwas voran. Ab 1. September soll die Strada Statale 243 über das Grödner Joch in Südtirol bis Ende Oktober für den individuellen Straßenverkehr gesperrt werden. Sie führt von Wolkenstein nach Corvara. Diese Probephase hat die Gemeinde Wolkenstein bereits im März einstimmig beschlossen, von 2027 an soll eine dauerhafte Sperrung im Sommer folgen.
Seit dem Beschluss ist Bewegung in die Debatte um den motorisierten Tourismus in den Dolomiten gekommen. Costa, Hotelier in Corvara, zum Beispiel ist einer der lautesten Kritiker des Auto- und Motorrad-Verkehrs in der Gegend. Er sagt: „Wenn diese Maßnahme Wirklichkeit wird, dann wäre das ein fantastischer Beginn.“
Seit mehr als 20 Jahren setzen sich Aktivisten im Grödnertal und im Gadertal für Beschränkungen des Individualverkehrs ein. „Wenn ich an den Sellatürmen klettern gehe, dann höre ich nicht, was mein Seilpartner zehn Meter weiter unten sagt“, berichtet Costa, der Vordenker im alpinen Tourismus, über den Motorenlärm in den Dolomiten. Bis zu 11.000 Autos, Motorräder und Wohnmobile passieren das spektakuläre Grödner Joch – pro Tag. Kaum geringer ist der Andrang auf den anderen Dolomitenpässen.
„Seit Jahren kämpfe ich für........
