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Neue Kapitalrente: Risiko für Rentner oder großer Wurf?

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25.06.2026

Kanzler Friedrich Merz spricht von einer „genialen Idee“, Kritiker halten es für riskant, die Rente künftig teils über die Börse zu finanzieren. Nachdem die Ampel noch mit Vorschlag einer „Aktienrente“ gescheitert war, will die jetzige Bundesregierung nach jahrelangen Debatten eine Kapitalrente einführen. Wie groß ist das Risiko für Beitragszahler und künftige Rentnerinnen und Rentner? Und welche Chancen gibt es?

Die Rentenkommission empfiehlt als neuen Baustein eine Kapitalrente: Zusätzlich zum normalen Rentenbeitrag sollen Arbeitgeber und Beschäftigte nach einer 2028 beginnenden Übergangsphase zwei Prozent des Bruttoeinkommens einzahlen. So soll künftig ein Teil der Rentenzahlungen über den Kapitalmarkt finanziert werden.

Wie wird das Geld angelegt?

Für die Anlage des Kapitals soll „ein öffentlicher, international wettbewerbsfähiger Fonds“ etabliert werden. Wer nicht in diesen öffentlichen Fonds einzahlen will, soll nach Empfehlung der Rentenkommission „aus einer möglichst begrenzten Anzahl zertifizierter Anlagefonds weiterer Anbieter auswählen können, die denselben strengen Kriterien unterliegen müssen“.

Gibt es mit diesem Modell schon Erfahrungen?

Vorbild ist Schweden. Dort werden die Rentenversicherten gewissermaßen gezwungen, einen Teil ihres Einkommens zu investieren: über die sogenannte Prämienrente. Dieses Geld wird in Fonds angelegt, die die Schweden selbst wählen können. Für diejenigen, die sich damit nicht befassen möchten, hat das Land einen staatlichen Fonds eingerichtet, eine Art Standardanlage in........

© Südkurier