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Druck zu groß - Spahn tritt als Fraktionschef zurück

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18.07.2026

Die politische Sommerpause in Berlin ist abrupt vorbei: Nach immer größerem Druck aus den eigenen Reihen wegen seiner Vaterschaft mit Hilfe einer Leihmutter hat Jens Spahn (CDU) seinen Rücktritt vom Posten des Unionsfraktionschefs erklärt - allerdings erst nach Aufforderung durch CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz.

Die Union steht damit vor einem Umbau an entscheidenden Schaltstellen im Berliner Politikbetrieb. Wird nicht schnell eine Entscheidung herbeigeführt, könnten Personaldiskussionen die kommenden Wochen dominieren, obwohl Kanzler und schwarz-rote Koalition mit ihrem auf den Weg gebrachten Reformpaket auf einen positiven und ruhigen Start in die Sommerpause gesetzt hatten.

Spahn: Persönliches Glück nicht mit Amt vereinbar

Spahn übermittelte ein Schreiben an die Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag: „Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“, heißt es darin.

Zuvor hatte es Gespräche zwischen Merz und Spahn gegeben. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld des Parteivorsitzenden erfuhr, forderte der Kanzler den Fraktionschef dabei zum Rücktritt auf.

Am frühen Nachmittag teilte Spahn der Fraktion seinen Rücktritt mit. „Die Entscheidung ist richtig und war unvermeidlich“, kommentierte Merz später den Schritt. „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut.“

Spahn schrieb: „Es war mir........

© Südkurier